E.on
- Maximilian Völkl

E.on: Alles oder nichts – jetzt zählt es!

Seit der Abspaltung von Uniper hat E.on mit neuen Problemen zu kämpfen. Durch die relativ hohe Kapitalausstattung der Tochter ist das Eigenkapital des Versorgers deutlich zurückgegangen. Einen Hinweis auf die weitere Wettbewerbsfähigkeit in der neuen Energiewelt könnten die Quartalszahlen am morgigen Dienstag liefern.

Erwartet wird, dass E.on im ersten Quartal einen Umsatz von 10,8 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Noch vor einem Jahr waren es - allerdings inklusive Uniper - 27,1 Milliarden Euro gewesen. Auch das Ergebnis fällt deutlich schwächer aus. In diesem Jahr wird ein Verlust je Aktie von 0,58 Euro erwartet. Im Vorjahr wies E.on im ersten Quartal noch einen Gewinn von 0,66 Euro je Aktie aus. Allerdings fielen die milliardenschweren Abschreibungen und Rückstellungen auch erst später im Jahr an.

Mit der neuen Strategie als grüner Versorger muss E.on schnell die Wende gelingen. Durch die Trennung von Uniper ist das Eigenkapital im vergangenen Jahr auf 1,3 Milliarden Euro zusammengeschmolzen. Dies entsprach gerade noch einer EK-Quote von zwei Prozent. Durch die jüngste Kapitalerhöhung wurden Eigenkapital und Quote zwar in etwa verdoppelt. Um langfristig überleben zu können, ist es allerdings notwendig, auch unter dem Strich wieder Gewinne einzufahren.

Impulse benötigt

Seit Wochen pendelt der DAX-Titel im Seitwärtstrend. Starke Zahlen könnten der Aktie nun neue Impulse liefern. Es bleibt allerdings offen, ob der Wandel zum grünen Versorger gelingt. Wenn ja, ist viel Potenzial nach oben gegeben. Die Risiken bleiben aber ebenfalls groß. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp bei 5,70 Euro ab.

 


 

Kasse statt Masse

Autor: Dellinger, Elisabeth / Fisher, Ken
ISBN: 9783864703188
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Ken Fisher ist unter Investoren und Börsianern eine Legende. Als Anleger ist er ein sogenannter Contrarian. Das heißt, er denkt und handelt anders, als es die Masse der Anleger tut. Sind alle skeptisch, steigt er ein. Sind alle euphorisch, wird er vorsichtig.
In diesem Buch zeigt Ken Fisher, warum man als Contrarian an der Börse mehr Erfolg haben kann und meistens auch wird, als es normalen Anlegern vergönnt ist. Und er erklärt Ansätze und Strategien, mit denen jeder Leser selbst zum Contrarian werden und an der Börse Geld verdienen kann.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das klingt spannend

Nach den Rekordverlusten 2016 waren die Bilanzen der deutschen Versorger deutlich angeschlagen. Dank der Abspaltungen von Uniper und Innogy und einer starken operativen Entwicklung hat sich die Situation für E.on und RWE inzwischen aber deutlich verbessert. Auch Investitionen scheinen wieder … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on vs RWE: Das ist der Favorit

Die zwei großen deutschen Versorger E.on und RWE haben beim Innogy-Deal zwar gemeinsame Sache gemacht. Noch stehen beide Konzerne aber im Wettbewerb miteinander, vor allem an der Börse wollen sich viele Anleger lediglich eine Versorger-Aktie ins Depot legen. Die Entscheidung ist nicht einfach. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das schreit nach Ausbruch

Seit den Zahlen Anfang August gab es kaum neue Meldungen rund um E.on. Nach der Konsolidierung hat sich inzwischen aber zumindest das Chartbild beim Versorger wieder deutlich aufgehellt. Ein Kaufsignal steht unmittelbar bevor, zweistellige Kurse könnten bald wieder möglich sein. mehr