E.on
- Thorsten Küfner - Redakteur

E.on: 9,3 Milliarden Euro Verlust!

Die Neuausrichtung hat dem Energieversorger E.on den nächsten gigantischen Nettoverlust eingebrockt. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres verbuchte das Unternehmen ein Nettominus von 9,3 Milliarden Euro. Damit liegt der Verlust noch einmal 3,6 Milliarden Euro höher als vor einem Jahr.

Nach dem Börsengang der einstigen Kraftwerkstochter Uniper im September korrigierte E.on im abgelaufenen Quartal den Wert seiner verbliebenen Beteiligung um weitere 6,1 Milliarden Euro nach unten ab. Bereits im zweiten Quartal hatte der Konzern 3,8 Milliarden Euro auf Uniper abgeschrieben. Insgesamt belaufen sich die Wertberichtigungen infolge der Konzernaufspaltung auf rund 23 Milliarden Euro.

In den Kerngeschäftsfeldern Ökostrom, Netze und Vertrieb lief es dagegen recht gut. In den ersten neun Monaten steigerte E.on den operativen Gewinn dieser Bereiche um rund 13 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Im Gesamtkonzern ging das Ebit dennoch um vier Prozent zurück. Das lag vor allem am Verkauf von Randgeschäften, deren Ergebnisbeiträge nun fehlen. An der Prognose, wonach in diesem Jahr ein Konzern-Ebit von 2,7 bis 3,1 Milliarden Euro zusammenkommen soll.

Aktie auf der Watchlist haben

Im heutigen Handel könnte es mit der Aktie von E.on auch angesichts des Börsen-Schreckgespenstes Trump deutlich nach unten gehen. Anleger sollten daher zunächst weiterhin an der Seitenlinie verharren, die Aktie sollte aber auf der Watchlist belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und RWE: „Nach Kursrutsch attraktiv“

Die Aktien der beiden gebeutelten Energieversorger E.on und RWE konnten im gestrigen Handel deutlich zulegen. Hauptgrund hierfür dürfte eine Studie der französischen Großbank Societe Generale gewesen sein, wonach die Kursverluste der beiden DAX-Titel in den vergangenen Monaten „übertrieben“ gewesen … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

E.on und Uniper im Aufwind

Der Essener Energieriese E.on und seine Kraftwerkstochter Uniper wollen nach einem Bericht der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) mehrere hundert Millionen Euro sparen. Allein E.on plane Einsparungen im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich. Die Aktien der beiden Versorger legen im frühen … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

EamS: E.on ist auch wegen Uniper zu verkaufen

Die Euro am Sonntag verweist auf die wohl nötigen hohen Abschreibungen auf den Wert der mittlerweile an die Börse gebrachten Tochterfirma Uniper SE. Deshalb schätzen Analysten, der Mutterkonzern E.on SE werde am Mittwoch, 9. November, einen Rekord-Quartalsverlust von mehr als sieben Milliarden Euro … mehr