E.on
- Thorsten Küfner - Redakteur

E.on: 7,40 oder 6,20 Euro?

Gestern ging es mit dem Aktienkurs von E.on um fast 15 Prozent bergab. Hauptgrund hierfür war natürlich die Abspaltung der Tochter Uniper sowie die allgemein miese Stimmung an den Märkten. Im vorbörslichen Handel erholen sich die Anteile des Düsseldorfer Versorgers wieder. Sollte man jetzt zugreifen?

Ja, meint die Investmentbank Oddo Seydler, welche die Einstufung für die DAX-Titel auf „Buy“ belassen hat. Allerdings wurde das Kursziel von 11,00 auf 7,40 Euro gesenkt. Analyst Stephan Wulf betonte, das neue Ziel spiegele die Abspaltung der Kraftwerkssparte Uniper sowie die von ihm angenommenen zusätzlichen Zahlungen in den Atomfonds wider. Da die Eon-Aktie auch zum neuen Kursziel Aufwärtspotenzial haben dürfte, bleibe es beim Kaufen-Votum.

„Attraktiver, aber teurer“
Hingegen hat die französische Investmentbank Exane BNP Paribas das Kursziel für die E.on-Ppaiere von 8,00 auf 6,20 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Analystin Sofia Savvantidou erklärte, ihr reduziertes Kursziel berücksichtige nun die Abspaltung der Kraftswerkstochter Uniper. Der Düsseldorfer Versorger werde nach der Trennung deutlich attraktiver sein, aber wohl auch teurer.

Zu hohe Risiken
DER AKTIONÄR bleibt für die E.on-Aktie (und auch für Uniper) eher zurückhaltend. Die Aussichten sind für beide Firmen eher trüb und die Risiken hoch. Anleger sollten bei diesen hochspekulativen Titeln derzeit weiter an der Seitenlinie verharren.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Breaking Banks

Autor: Brett King
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Die Milliarden-Frage

Trotz der starken Zahlen der Tochter Uniper kann die E.on-Aktie die Gewinne aus dem frühen Handel am Dienstag nicht verteidigen. Anleger warten gespannt auf das eigene Zahlenwerk des Versorgers, das morgen früh präsentiert wird. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ist so gut wie sicher. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Tochter Uniper glänzt – morgen zählt es!

Die E.on-Tochter Uniper hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Nach einem starken ersten Halbjahr will der konventionelle Versorger zudem deutlich mehr Dividende ausschütten als geplant. An der Börse kommt das gut an. Die Papiere von Mutter und Tochter legen jeweils zu. Morgen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Jetzt muss geliefert werden

Eine spannende Woche steht bei E.on bevor. Der Versorger wird am Mittwoch, den 9. August, Zahlen zum zweiten Quartal präsentieren. Der Konzern muss beweisen, dass er in der neuen Energiewelt wieder erfolgreich wirtschaften kann. Bei den Analysten herrscht Zuversicht, auch die Aktie kann im Vorfeld … mehr