E.on
- Jochen Kauper - Redakteur

E.on – Neues Kursziel

Die E.on-Aktie kann am Montag von der Hochstufung verschiedener Analysten profitieren. Nach dem starken Ausverkauf in den letzten Wochen sehen die Experten wieder Licht am Ende des Tunnels. Ist die E.on-Aktie auf diesem Niveau wieder ein Kauf?

Verschiedene neue Analysten-Studien sorgen heute für Sonnenschein bei der Aktie von E.on. Merrill Lynch hat das Papier auf „kaufen" hochgestuft. Die Investmentbank Macquarie sieht E.on nach dem jüngsten Kurssturz als „günstig bewertet". Analyst Matthias Heck sieht ein Kursziel von 21,00 Euro. Vom aktuellen Niveau aus gesehen wäre das ein Potential von fast 40 Prozent.

Eon-Management räumt Fehler ein

Zuletzt hat E.on-Chef Johannes Teyssen sogar strategische Fehler eingeräumt. Arbeitnehmervertreter hatten dem Vorstand vorgeworfen, etwa zu spät in erneuerbare Energien investiert zu haben. Der deutsche Energieriese ist zuletzt durch den Atomausstiegs massiv unter Druck geraten. Im Zuge des Strategiewechsels will die Chefetage nun  11.000 der rund 80.000 Stellen abbauen. Teyssen verteidigte den Kahlschlag: Dies sei die Voraussetzung dafür, dass E.on im Gegensatz zu manchem Konkurrenten die  Investitionen nicht senken müsse, sondern am ambitionierten Investitionsplan für erneuerbare Energien und neue Märkte festhalten könne.

Gazprom auf der Lauer

Zuletzt kamen immer wieder Spekulationen auf, der russische Enrgieriese Gazprom könne sich an E.on beteiligen. Während E.on-Chef Teyssen bereits abgewunken hat, begrüssen deutsche Politiker das Interesse aus Russland: „Ohne Atomkraft ist Deutschland künftig an Gaslieferungen aus Russland noch mehr interessiert als früher", so Martin Lindner, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, gegenüber dem Handelsblatt. Im Bundeswirtschaftsministerium ist man dagegen vorsichtiger. „Sollten sich die Absichten von Gazprom konkretisieren, würden das Bundeskartellamt und das Ministerium die wettbewerbsrechtliche Seite sehr genau prüfen", hieß es im Haus von Minister Philipp Rösler (FDP).

Aktie kein Kauf

Nach wie vor sollten Anleger auf eine Bodenbildung bei der E.on-Aktie abwarten. Der deutsche Energieversorger kämpft nach in der Phase des massiven Umbaus mit großen Herausforderungen. Anleger sollten weiter einen Bogen um die Aktie von E.on und RWE machen.

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