Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Durchatmen bei Aareal Bank, Allianz, Commerzbank und Deutscher Bank

Aareal Bank, Allianz, Commerzbank und Deutsche Bank können durchschnaufen. Italien hat sich heute am Kapitalmarkt frisches Kapital zu einem noch halbwegs annehmbaren Zinssatz leihen können. Dies sollte den Markt vorerst weiter beruhigen.

Gute Nachrichten für die Finanzkonzerne Europas: Italien hat seine neuen Anleihen auch heute erneut zu einem derzeit noch einigermaßen vertretbaren Zins platzieren können. Das Land hat Investoren Staatstitel mit dreijähriger sowie zehnjähriger Laufzeit angeboten und damit insgesamt sechs Milliarden Euro eingenommen. Am Mittwoch wurden bereits sechsmonatige Anleihen erfolgreich platziert. Dies war zwar nicht der erhoffte Maximalbetrag von mehr als acht Milliarden Euro, allerdings waren die Konditionen erheblich besser als bei der Auktion im November. Für dreijährige Schuldverschreibungen muss das Land nun 5,6 Prozent zahlen, zuvor waren es 7,89 Prozent. Bei den zehnjährigen Anleihen musste Italien Investoren einen Zinssatz von 6,89 Prozent bieten, nach 7,56 Prozent im November.

Gutes Omen für das Jahr 2012?

Die heutige Platzierung von Anleihe galt als Nagelprobe für das von vielen Experte als Entscheidungsjahr für den Euro bezeichnete Jahr 2012, schließlich muss Italien - ähnlich wie viele andere Eurostaaten auch - im kommenden Jahr eine dreistelligen Milliardenbetrag an frischem Kapital einsammeln. Hierfür wäre es enorm wichtig, dass die Renditen für italienische Schuldtitel deutlich nachgeben.

Positiv für deutsche Finanzkonzerne

Aareal Bank, Commerzbank, Deutsche Bank sowie vor allem der Versicherer Allianz dürften von einer Entspannung der Situation in Italien profitieren. Schließlich hält die Allianz mehr als 20 Milliarden Euro italienische Schuldtitel und ist auch stark in Italien engagiert. Auch die Aareal Bank und die Commerzbank sind in Milliardenhöhe in italienischen Schuldverschreibungen investiert. Die Deutsche Bank hält gemessen an der Bilanzsumme zwar nur einen sehr geringen Anteil italienischer Schuldtitel. Allerdings würde der stark im Investmentbanking vertretene Bankenriese natürlich ebenfalls von einer weiteren Besserung der Marktlage profitieren.

Aareal Bank und Deutsche Bank bleiben die Favoriten

DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Einschätzung fest: Die Titel der Deutschen Bank und der Aareal Bank bleiben die Favoriten im deutschen Finanzsektor. Auch die Anteile der Allianz bleiben attraktiv. An die Aktie der Commerzbank sollten sich hingegen nach wie vor nur mutige Anleger mit einem langen Atem wagen.

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