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- Werner Sperber - Redakteur

Dürr und die Deutsche Bank im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Die Euro am Sonntag erwartet weiter dicke Gewinne mit der Aktie von Dürr. Die Börse am Sonntag erkennt Chancen bei der Deutschen Bank, steigt aber dennoch nur vorsichtig mit einem Derivat ein. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Euro am Sonntag loben die Beteiligung der Dürr AG mit 27 Prozent an Thermea. Damit werde eine niedrige einstellige Millionensumme aus der gut gefüllten Firmenkasse genutzt, um die Sparte Clean Technology Systems des Spezialisten für Lackieranlagen um einen Spezialisten für Wärmepumpen zu ergänzen. Bei steigenden Energiepreisen lohnt es sich, in sparsame Technologie zu investieren, um Kostenvorteile im Vergleich mit der Konkurrenz zu erreichen. Da auch das Kerngeschäft von Dürr weiterhin gut läuft, bleibt die Aktie kaufenswert.

Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 625 Anteile von PSI AG für Produkte und Systeme der Informationstechnologie wohl mit Gewinn sowie seine 9.090 Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG, seine 3.540 Papiere von Syzygy und seine 4.830 Titel von IVG Immobilien wohl mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 5550 Anteile von PNE Wind zu 1,86 Euro, 2.110 Aktien von Easy Software zu 4,60 Euro und 1.480 Titel der ING Groep zu 6,69 Euro eingebucht. Nun möchte er seine 188 Anteile von Delticom wohl mit Gewinn und seine 1.310 Aktien von DIC Asset wohl mit Verlust ausbuchen und durch 2.380 Titel von SAF-Holland und 63 Anteile des börsennotierten Fonds (ETF; WKN A0M MBG) auf den Index RBS Market Access NYSE Acra Gold BUGS ersetzen.

Sven Parplies, Betreuter des Momentum-Musterdepots, hat nach den rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" 99 Anteile von Inditex zu 88,69 Euro eingebucht, 357 Aktien der Société Générale zu 24,60 Euro, 1.444 Titel der Banco Santander zu 6,08 Euro, 1.389 Papiere von TUI zu 6,32 Euro und 450 Anteile von Philips zu 19,53 Euro. Nun möchte er seine 1.510 Anteile von Gagfah, seine 340 Aktien von Expedia sowie die Titel von Inditex und Philips ausbuchen. Dafür sollen Aktien von KUKA, der Aareal Bank, der Unicredit, von Randgold Resources, der BNP Paribas, der ING Groep und der Banco Bilbao aufgenommen werden.


Die Börse am Sonntag: Auch wenn sich nichts tut, gut verdienen

Nach Aussagen von Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), kauft die EZB in unbegrenztem Umfang Anleihen von Euro-Staaten. Allerdings macht er (jetzt noch) die Auflage, die entsprechenden Länder müssten sich vorschreiben lassen, wie viel sie (wo) zu sparen und wann sie ihren Haushalt in Griff zu bekommen hätten; sie sollten also unter den sogenannten Rettungsschirm müssen. Finanzinstitute müssen sich nach diesen Aussagen jedenfalls keine Sorgen mehr machen, auf den hochverzinslichen Anleihen der Krisenländer sitzen zu bleiben. Wenn es darauf ankommt, kauft schließlich die EZB mit dem Geld der Steuerzahler. Die Aussichten für den europäischen Bankensektor haben sich also deutlich verbessert. Deshalb ist auch der Aktienkurs der Deutschen Bank stark gestiegen. Dafür war allerdings nicht nur Draghis Vollkasko-Versprechen für Banken verantwortlich, sondern auch die Pläne der neuen Führungsspitze, bis zum Jahr 2015 die Kosten um jährlich 4,5 Milliarden Euro senken zu wollen. Zudem plant die Bank bis zum März kommenden Jahres, also in einem halben Jahr, riskante Wertpapiere im Gesamtwert von 45 Milliarden Euro zu verkaufen. Die Experten der Börse am Sonntag erkennen zudem Wachstumspotenzial in Asien und Amerika. In Europa sind die Geschäftsaussichten der Deutschen Bank aufgrund der Schuldenkrise allerdings schlechter. Das Chartbild ist positiv, allerdings könnte die Notierung nach der jüngsten Kursrallye zunächst in etwa gleich bleiben. Vorsichtige Anleger sollten deshalb das am 3. Januar 2014 fällige Discount-Zertifikat (WKN UU8 KSK) der UBS auf die Deutsche Bank kaufen, welches einen ausreichend großen Risikopuffer bietet. Wenn die Aktie zum Bewertungsstichtag, dem 20. Dezember 2013, mindestens 29 Euro kostet, zahlt die Bank eben diese 29 Euro zurück. Das entspräche einer Rendite von 14,7 Prozent beziehungsweise 11,5 Prozent auf ein Jahr gerechnet.  

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