Duerr
- Werner Sperber - Redakteur

Dürr: BlackRock spielt mit Shortpositionen

Das weltgrößte Vermögensverwaltungsunternehmen BlackRock beziehungsweise der Hedgefonds BlackRock Investment Management (UK) ltd spielt derzeit anscheinend mit den Aktien der Dürr AG, um an sinkenden Kursen zu verdienen. Jedenfalls gab es hierzu zwei Transaktionen. Allerdings ist ein Analyst anderer Meinung.

Am Donnerstag, 31. März, haben die Verwalter des Hedgefonds BlackRock Investment Management (UK) ltd ihre Short-Position von 0,82 auf 0,57 Prozent der ausstehenden Dürr-Aktien gesenkt. Am Tag darauf, Freitag, 1. April, erhöhten sie diese Leerverkaufs-Position wieder auf 0,78 Prozent. Insgesamt haben Hedgefonds nun 3,91 Prozent der Dürr-Aktien geliehen und verkauft, um sie günstiger wieder zurück zu kaufen. Unter den vier anderen Leer-Verkäufern ist auch die BlackRock Institutional Trust Company, welche eine Short-Position von 0,7 Prozent hält.

Richard Schramm, Analyst der englischen Bank HSBC, dagegen ist nach dem Betrachten der Auftragseingangszahlen für Februar 2016 zuversichtlich. Zwar ist die Dürr AG diesbezüglich in diesem Jahr noch immer die schwächste Firma aus der Auto-Zulieferbranche und die angespannte allgemeine Wirtschaftslage sowie Tarifverhandlungen belasten die Stimmung für die gesamte Industrie. Dennoch rät Schramm weiter mit einem Kursziel von 70 Euro zum Kauf der Aktie des auf Lackieranlagen und Holzverarbeitungs-Maschinen spezialisierten Unternehmens.

Vor diesem Hintergrund sollten Anleger den Chart betrachten: Das Kaufsignal des Indikators MACD ist noch gültig. Es sieht jedoch danach aus, als ob daraus nun ein Verkaufssignal wird. Die sinkende 200-Tage-Linie bei derzeit 70,90 Euro scheint wohl doch eine zunächst zu hohe Hürde zu sein. Die seit Februar 2016 gültige Aufwärtsbewegungslinie war zu steil und ist unterschritten worden. Allerdings sollten die leicht steigende 38-Tage-Linie bei 61,45 Euro, die Marke um 60 Euro und das Tief von Oktober 2014 bei 49,10 Euro absichern.

Für Investoren mit Weitblick
Auch wenn der Chart wegen der Gewinnmitnahmen und der allgemeinen Börsenschwäche zur Vorsicht mahnt, sollten Anleger der Aktie noch die Treue halten. Sollten noch Trader investiert sein, beträgt für die der Stoppkurs rund 60 Euro. Langfristig ausgerichtete Investoren sichern ihr Engagement bei 45 Euro ab.

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