Basler
- DER AKTIONÄR

Dreifach gut

In den letzten Wochen war im Nebenwertebereich wenig Bewegung, die Handelsumsätze waren so gut wie eingeschlafen. Das schafft jedoch aussichtsreiche Kaufgelegenheiten, denn viele Unternehmen locken mit einer attraktiven Bewertung und prächtigen Aussichten – wie die Ahrensburger Basler AG. Die guten Geschäftsaussichten erlaubten es Basler, die Prognosen für 2006 nach oben zu schrauben.

Boomende Geschäfte, eine günstige Bewertung und neue Geschäftsfelder – die Aktie des Machine-Vision-Spezialisten Basler ist eine echte Verlockung.

In den letzten Wochen war im Nebenwertebereich wenig Bewegung, die Handelsumsätze waren so gut wie eingeschlafen. Das schafft jedoch aussichtsreiche Kaufgelegenheiten, denn viele Unternehmen locken mit einer attraktiven Bewertung und prächtigen Aussichten – wie die Ahrensburger Basler AG.

Prognosen angehoben

Der Spezialist für optische Inspektionslösungen – Kamera- und Bildverarbeitungssysteme zur Fehlererkennung in Fertigungsprozessen – hat in den vergangenen Wochen vielversprechende Neuigkeiten präsentiert. AU Optronics, der weltweit größte Hersteller von Flachbildschirmmodulen, hat für seine Fertigung eine Inspektionslösung von Basler bestellt. Der Auftrag dürfte für die Gewinnung weiterer Kunden eine Referenzwirkung haben, weitere Auftragseingänge aus diesem Bereich sind zu erwarten. Die guten Geschäftsaussichten erlaubten es Basler, die Prognosen für 2006 nach oben zu schrauben. 53 Millionen Euro Umsatz und ein Gewinn von vier anstatt drei Millionen Euro sind geplant.

Expansion geplant

Auch um das zukünftige Wachstum ist es bestens bestellt. Durch die Expansion in neue Geschäftsfelder will sich Basler weitere Umsatzpotenziale erschließen. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR nannte Finanzvorstand Peter Krumhoff zum Beispiel die Branchen Sicherheit/Überwachung, Ressourcen, Energie, Rohstoffe und Medizintechnik als mögliche neue Betätigungsfelder, die unter anderem durch Übernahmen erschlossen werden sollen. Zum boomenden Bereich Displayinspektion könnte sich ab dem nächsten Jahr ein weiteres Wachstumsfeld gesellen. Da sich die Elektronikbranche in der Frage um den DVD-Nachfolger – Blu-Ray-Disc oder HD-DVD – noch nicht auf einen einheitlichen Standard einigen konnte, läuft das Geschäftsfeld optische Medien bei Basler noch auf Sparflamme. Der Blu-Ray-Aufschwung dürfte jedoch Ende 2007/Anfang 2008 zu einem Investitionsschub führen, laut Krumhoff „ein Upside-Potenzial“ für Basler.

Am günstigsten

Die Aktie bietet vor diesem Hintergrund attraktive Kursperspektiven: Im Vergleich mit anderen börsennotierten Wettbewerbern ist sie mit einem 2007er-KGV von 8 am günstigsten. Ein zu hoher Bewertungsabschlag, selbst wenn man in Betracht zieht, dass Basler für die geplante Expansion eine Kapitalerhöhung benötigt.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 33/2006.

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