DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Draghi, Philly-Fed, Arbeitsmarktbericht - DAX besteht Härtetest

Auf den deutschen Aktienmarkt prasselten heute eine Flut an Nachrichten und Daten ein. Aus den USA gab es neue Informationen vom Arbeitsmarkt sowie Konjunkturdaten aus Philadelphia. In Frankfurt sprach EZB-Präsident zum jüngsten Zinsentscheid und den weiteren geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank. Zusammenfassend betrachtet hat der DAX alles gut verdaut.

Aus den USA strömten heute wechselseitige Nachrichten an den deutschen Markt. Auf der einen Seite zeigte der Philly-Fed-Index, ein Index der regionalen Notenbank in Philadelphia, dass sich das Geschäftsklima im April verschlechtert hat. Der Index ist um ganze 14 Punkte auf minus 1,6 Punkte gefallen. Ein Wert unter null deutet auf einen Rückgang der Wirtschaft hin. Demgegenüber stehen die neuesten Zahlen des Arbeitsministeriums. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auf dem niedrigsten Stand seit 1973.

Draghi ohne Überraschung

Mit Spannung wurde die Rede des Notenbankpräsidenten Mario Draghi erwartet. Zwar rechneten Marktteilnehmer mit keinen Änderungen, sind sich aber gleichzeitig über die enorme Wirkungskraft der Worte des Präsidenten bewusst. Den Erwartungen entsprechend kam es zu keiner Änderung der Geldpolitik. Der Präsident hält weiter an dem im März verkündeten Kurs fest und bereitet den Markt mit seiner Rede auf eine lange Phase des extrem billigen Gelds vor. Außerdem nimmt er Gerüchten um das „Helikopter-Geld“ Wind aus den Segeln. Der Euro verteuerte sich zwischenzeitlich auf 1,138 Dollar, fiel eine Stunde nach der Rede aber wieder auf das Vortagesniveau von 1,130 Dollar. Auch den DAX ließ die Rede weitgehend unbeeindruckt. Mittlerweile nähert er sich dem Tageshoch.

Die nächsten Hürden für den DAX warten, nach dem Ausbruch über 10.112 Punkte, beim September-Hoch von 10.512 sowie beim 50%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung von April 2015 bis Februar 2016 (10.543). Da jetzt auch die EZB-Politik keine Überraschungen mehr bereithält, könnte sogar die Kurslücke von Anfang Januar bei 10.743 Zählern geschlossen werden.

Die 200-Tage-Linie sichert nach unten bei 10.286 Zählern ab. Weiter unten dient das alte Ausbruchsniveau bei 10.112 Punkten als Unterstützung.

Long-Spekulation läuft

DER AKTIONÄR ist seit 9.760 Punkten long im DAX mit dem Turbo-Long DG0KPK (Empfehlungskurs: 10,05 Euro). Der Stopp für diese Position sollte auf umgerechnet 10.090 Punkte nachgezogen werden. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV oder lesen Sie an dieser Stelle.

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