Drägerwerk
- Marion Schlegel - Redakteurin

Drägerwerk besser als Nordex und Siltronic: Wichtiger Termin Anfang November

Nach einer langen Konsolidierung seit Anfang Juni ist die Aktie von Drägerwerk zuletzt förmlich nach oben durchgestartet. Dem Wert gelang der Sprung auf ein neues 3-Monatshoch und die Rückkehr zu dreistelligen Kursen. Damit befindet sich die Aktie des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers nur noch knapp unter dem 52-Wochenhoch bei 107 Euro. Auch am heutigen Freitag kann das Papier erneut zulegen. Mit einem Plus von 2,0 Prozent ist die Aktie noch vor Nordex und Siltronic der stärkste Wert des Tages im TecDAX.

Vor Kurzem ist auch Sven Kürten, Analyst der DZ Bank, von seiner enorm skeptischen Einstellung für die Aktie von Drägerwerk gewichen. Er hat die Verkaufsempfehlung nach den Zahlen zum zweiten Quartal gestrichen und bewertet die Drägerwerk-Aktie seitdem mit „halten“. Wie schon im ersten Quartal habe Drägerwerk auch im zweiten Jahresviertel ein gemischtes Bild gezeigt, so der Analyst. Der Auftragseingang sei dabei der positive Aspekt gewesen. Dieser habe bestätigt, dass eine sehr breite Jahresprognose erreichbar sein dürfte.

Drägerwerk hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn betrug im Zeitraum 8,9 Millionen Euro. Das waren fast 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte im Jahresvergleich von April bis Juni um ein Fünftel auf rund 17 Millionen Euro ab. Der Umsatz verharrte mit 581 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Drägerwerk hatte bereits kurz zuvor Eckdaten zum Quartal vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr 2017 bestätigt. Für das Gesamtjahr erwartet Drägerwerk weiter ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 0 Prozent bis 3 Prozent. Die EBIT-Marge soll zwischen 5 Prozent und 7 Prozent liegen.

Im zweiten Quartal hatte der starke Euro belastet. Dieser hat sich allerdings auch zuletzt stark entwickelt. Umso spannender dürften von den Anlegern die Zahlen zum dritten Quartal erwartet werden, die am 2. November vorgelegt werden. Wichtig sind weiterhin die Auftragseingänge, kann sich hier die positive Tendenz fortsetzen, könnte die Aktie möglicherweise sogar ein weiteres Kaufsignal generieren.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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