DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Dow nahe Allzeithoch, Kurseinbruch in Japan - DAX in der Findungsphase

Der deutsche Aktienmarkt geht am Donnerstagvormittag in die Knie. Zwar gab es nach der Fed-Entscheidung gestern Abend einen positiven Impuls von der Wall Street, doch die herben Verluste in Japan im Anschluss an den dortigen Notenbankbeschluss, die Geldpolitik unverändert zu lassen, wiegen zurzeit mehr. Der DAX ist erneut unter die 200-Tage-Linie gefallen und könnte daher seine Verluste noch ausweiten.

Die japanische Notenbank hat zur Überraschung aller Marktteilnehmer keine neuen geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen ergriffen und damit den stärksten Tagesgewinn beim Yen seit 2015 ausgelöst. Dies wiederum hat den Nikkei um mehr als 600 Zähler einbrechen lassen. Man brauche noch Zeit, um die Auswirkungen von Negativzinsen auf die Wirtschaft zu messen.

Am Vorabend hatte Fed-Chefin Yellen auch nicht am Leitzins gedreht; dies war aber erwartet worden. Im entsprechenden Kommentar der Notenbank konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass es möglicherweise bei der nächsten Fed-Sitzung im Juni zu einer Zinsanhebung kommen könnte.

Aus technischer Sicht hat der DAX mit dem Bruch der 200-Tage-Linie (10.263) ein Verkaufssignal generiert. Anleger sollten dem Umstand aber nicht zu große Bedeutung beimessen, da nach dem jüngsten Anstieg um 1.000 Punkte ein Rücksetzer durchaus normal und gesund ist.

Viel wichtiger wäre es, wenn das alte Ausbruchsniveau bei 10.100 Punkten verteidigt werden kann. Andernfalls könnte der DAX schnell wieder die 10.000-Punkte-Marke von unten sehen.

Stoppkurs beachten!

DER AKTIONÄR ist seit 9.760 Punkten long im DAX mit dem Turbo-Long DG0KPK (Empfehlungskurs: 10,05 Euro, aktuell: 14,18 Euro). Der Stopp für diese Position sollte auf umgerechnet 10.090 Punkte nachgezogen werden. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV oder lesen Sie an dieser Stelle.

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