DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Worst Case verhindert - US-Börsen sorgen für Erleichterung

Am deutschen Aktienmarkt ging es zum Wochenauftakt weiter in den Keller. Der DAX schloss auf Xetra mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 10.139 Punkten. Ein schwacher Ölpreis, ein starker Euro und Kursverluste an der Wall Street sorgten auf dem Frankfurter Börsenparkett für lange Gesichter. Doch der Tag endete mit einem Happyend. Der Dow Jones legte ein klassisches Intraday Reversal aufs Parkett ... und zieht den DAX im nachbörslichen Handel mit nach oben.

Trotz aller Unsicherheit vor der mit Spannung erwarteten US-Leitzinsentscheidung am Mittwoch legte der Dow letztlich um 0,6 Prozent auf 17.368,50 Punkte zu. Zwischenzeitlich war dem 3-prozentigen Verlust aus der Vorwoche noch der Rutsch auf das Niveau von Mitte Oktober gefolgt. Der marktbreite S&P 500 zog am Ende um 0,5 Prozent auf 2.021,94 Punkte an. Der Nasdaq 100 gewann 0,7 Prozent auf 4.570,16 Punkte. Alle drei Kursbarometer schlossen nur knapp unter ihren Tageshöchstständen.

Ölpreis fängt sich

Für Erleichterung sorgte bei den Börsianern vor allem die Stabilisierung des Ölpreises, der zwischenzeitlich noch auf ein neues Sechsjahrestief abgesackt war. Ölwerte wie Chevron und ExxonMobil profitierten besonders von der Erholung der Rohölpreise. Ihre Aktien legten an der Dow-Spitze um 3,4 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent zu. Der Ölpreis der US-Sorte WTI war erstmals seit Februar 2009 wieder unter 35 Dollar je Barrel abgesackt. Dem folgte jedoch ein Anstieg auf über 36 Dollar. Viele Beobachter sehen in seiner jüngsten Talfahrt eine Übertreibung. Mittlerweile sind die Wetten auf fallende Ölpreise an den Finanzmärkten auf einen Rekordstand gestiegen.

XDAX bei knapp 10.300

Die Aufholjagd an der Wall Street hatte natürlich Auswirkungen auf die nachbörslichen DAX-Kurse. Der XDAX kletterte bis 22 Uhr auf 10.288 Zähler. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein. Dazu sollte der DAX den mittelfristigen Abwärtstrend verlassen, der bei 10.900 Punkten etwa verläuft.

(Mit Material von dpa-AFX)


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