DOW JONES CO. DL 1
- Thomas Bergmann - Redakteur

Dow dreht ins Minus - nächster Horrortag im DAX?

Dem deutschen Aktienmark steht am Mittwoch neuer Ärger ins Haus. Der Grund: Die US-Börsen haben nach einer starken Eröffnung ins Minus gedreht. Der amerikanische Leitindex Dow Jones verlor im Handelsverlauf 650 Punkte oder vier Prozent und schloss am Ende mit einem Verlust von 1,3 Prozent. Immerhin haben die chinesischen Festlandbörsen sich von ihren Tiefkursen verabschiedet und auf Grün schalten können. Die 10.000-Punkte-Marke wird dennoch einem Test unterzogen werden.

Zinsanhebung erst im März?

Dank der geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen in China hatten die US-Börsen am Dienstag zunächst zu einer Erholung vom jüngsten Kursverfall angesetzt. Unterstützend wirkten dabei auch deutlich anziehende Rohstoffnotierungen, die zuvor mehrjährige Tiefstände erreicht hatten. Zudem hätten die heftigen globalen Marktverwerfungen Hoffnungen geschürt, dass die US-Notenbank Fed ihre bislang für September erwartete Zinserhöhung nun verschieben könnte, hieß es.

Laut Bloomberg wird eine Zinsanhebung im September nur noch von 26 Prozent der Marktteilnehmer erwartet. Im Juli waren es noch 40 Prozent, so die Informationen der Nachrichtenagentur. Die Experten sehen den ersten Zinsschritt seit Jahren erst im März 2016.

Kampf um die 10.000

Das technische Bild beim DAX hat sich gestern deutlich verbessert. Der deutsche Leitindex kletterte um 480 Punkte auf 10.128 Zähler. Damit konnte der DAX nicht nur die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke zurückerobern, sondern auch das Gap vom Vortag schließen.

DAX; Chart

Aufgrund der schwachen US-Börsen ist aber mit einem neuerlichen Abrutschen der Kurse zu rechnen. Wird die 10.000 erneut unterschritten, droht den Börsianern ein weiterer Test des mittelfristigen Aufwärtstrends, der jetzt bei 9.640 Punkten verläuft. Leichte Entwarnung aus technischer Sicht könnte erst gegeben werden, sollte der Markt in den flachen Abwärtstrendkanal eintreten, der seit den Hochs im April Bestand hat. Dessen untere Begrenzungslinie verläuft bei 10.460 Punkten.

Trader-Markt

Bewegungen von 400 bis 600 Punkten an einem Tag sind natürlich wie geschaffen für Trader. Doch aktuell lässt sich kaum einschätzen, ob es die Bewegungen nach oben oder unten geben wird. Wer langfristig denkt, sollte seine Positionen mit einem Put gegen fallende Kurse absichern oder auch einmal Teilgewinne realisieren.


Wann wird die nächste Blase platzen?

Irrationaler Überschwang

Autor: Shiller, Robert J.
ISBN: 9783864702532
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 17.04.2015
Verlag: Plassen Verlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit:als Buch und als eBook verfügbar

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Er hat die Technologieblase vorhergesagt und vor der Immobilienblase warnte er ebenfalls frühzeitig. Nun analysiert Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Shiller die aktuelle Situation an den Finanzmärkten – und warnt erneut.

Mit seiner Theorie des „Irrationalen Überschwangs“ zeigt Nobelpreisträger Robert Shiller, dass Euphorie seitens der Akteure die Märkte auf unhaltbare und gefährliche Niveaus treiben kann. So geschehen in den Jahren 2000 bei der Hightechblase und 2007/2008 bei der Subprimeblase, die Shiller präzise vorhergesagt hat.

Dies ist die dritte, aktualisierte und erweiterte Auflage seines Klassikers. Shiller bezieht hier erstmals auch den Anleihenmarkt ein und gibt Empfehlungen, was die Individuen und die Politik im Lichte der aktuellen Situation an den Finanzmärkten tun sollten.

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