Toshiba Corp.
- DER AKTIONÄR

Doppelt gut

Der Halbleitermarkt befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Wie der Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 121 Milliarden Dollar umgesetzt – das sind zwei Prozent mehr als in der ersten Hälfte 2006. Davon profitiert auch der japanische Elektronikkonzern Toshiba.

Das Halbleitergeschäft bei Toshiba läuft. Der Konzern erzielte im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus. Weiteres Wachstum verspricht die Nuklearsparte.

Der Halbleitermarkt befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Wie der Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 121 Milliarden Dollar umgesetzt – das sind zwei Prozent mehr als in der ersten Hälfte 2006. Davon profitiert auch der japanische Elektronikkonzern Toshiba.

Großes Interesse

Dank der starken Nachfrage nach Halbleitern hat das Unternehmen seinen Quartalsgewinn nahezu verfünffacht. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres (per 30.06.) kletterte der Überschuss auf umgerechnet 137 Millionen Euro. Der operative Gewinn erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 140 Millionen Euro, der Umsatz verbesserte sich um 14,6 Prozent auf elf Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte der Konzern seine Prognose für das erste Halbjahr. Demnach geht Toshiba nunmehr von einem operativen Gewinn in Höhe von 464 Millionen Euro aus, nachdem man ursprünglich mit nur 265 Millionen Euro gerechnet hatte. Um dem wachsenden Interesse insbesondere nach NAND-Speicherchips auch in Zukunft gerecht werden zu können, sollen die Produktionskapazitäten bis zum Fiskaljahr 2009 auf monatlich 200.000 Einheiten deutlich gesteigert werden.

Zukunftsmarkt China

Außerdem hat sich Toshiba in den vergangenen Jahren ein weiteres Standbein im Nuklearsektor aufgebaut. Mit der Übernahme eines 77-Prozent-Anteils an dem Atomkraftwerk-Hersteller Westinghouse im vergangenen Jahr ist die Gesellschaft zum weltweit größten Nukleartechnikkonzern aufgestiegen. Zehn Prozent der Anteile hat Toshiba zuletzt an das staatliche kasachische Uranabbau- Unternehmen Kazatomprom weiterveräußert, das über geschätzte 20 Prozent der weltweiten Uran-Vorräte verfügen soll. Zudem verhandelt Toshiba derzeit über eine Beteiligung an einer kasachischen Uranmine. Erklärtes Ziel von Toshiba ist es, den Umsatz im Bereich des Aufbaus von Kernreaktoren bis 2015 zu verdreifachen. Zuletzt erhielt die Gesellschaft einen Großauftrag aus den USA zum Bau von zwei Atomreaktoren mit einem Volumen von knapp vier Milliarden Euro. Außerdem sollen in China vier neue Atomreaktoren errichtet werden. Experten rechnen damit, dass es sich dabei um einen Multi-Milliarden-Euro-Deal handelt. Weitere Großprojekte sind schon in Aussicht: So will China bis 2020 rund vier Prozent des gesamten heimischen Strombedarfs über Nuklearenergie abdecken. Dazu müssten pro Jahr durchschnittlich zwei neue Reaktoren ans Netz gehen.

Deutliches Potenzial

Toshiba ist im Halbleitermarkt gut positioniert und profitiert überproportional von den derzeit guten Wachstumsraten. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen im Bereich Nukleartechnik an die Spitze vorgearbeitet. Können die geplanten Steigerungsraten in diesem Segment auch nur annähernd erreicht werden, dürfte auch die Aktie des Konzerns deutlich nach oben klettern.

Kursziel bei Toshiba: 8,00 Euro. Stopp: 4,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 35/2007.

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