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Doppelt gewinnen

Der Wassertechnikspezialist BWT bringt seine Industriesparte an die Börse. Für Anleger eine gute Chance, gleich von zwei Wachstumsstories zu profitieren. Das Potenzial ist längst nicht ausgereizt.

Der Wassertechnikspezialist BWT bringt seine Industriesparte an die Börse. Für Anleger eine gute Chance, gleich von zwei Wachstumsstories zu profitieren. Das Potenzial ist längst nicht ausgereizt.

Von Anja Weingran

Der Spezialist für Wasseraufbereitung, die österreichische BWT (Best Water Technologies), überzeugte kürzlich mit einem starken ersten Halbjahr: Der Konzerngewinn stieg um 39,4 Prozent auf 12,2 Millionen Euro, das EBIT um 8,5 Prozent auf 17,7 Millionen Euro.

IPO schafft Fantasie

Mehr als das Halbjahresergebnis dürfte Anleger die angekündigte Abspaltung des Industriezweiges AST interessieren. Ab Ende Oktober soll AST unter dem Namen Christ Water Technologies (CWT) an der Wiener Börse notieren. BWT-Aktionäre können sich freuen, denn sie erhalten dann Wertpapiere von Christ im Verhältnis 1:1. Die weitere Entwicklung von CWT dürfte unter einem guten Stern stehen, denn dem Unternehmen gelang innerhalb der ersten sechs Monate 2005 der lang angekündigte Sprung in die Gewinnzone. Das EBIT lag bei 0,62 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,91 Millionen im Vorjahreszeitraum. Schon vor der Erstnotiz sehen einige Marktexperten in CWT einen interessanten Übernahmekandidaten. Halten sich die Gerüchte bis zum IPO, könnte sich das auf den Aktienkurs positiv auswirken.

Überzeugende Maßnahme

Aber auch BWT sollte seinen Wachstumskurs nach der Abspaltung seiner Industriesparte weiter fortsetzen können. Denn der eigentliche Umsatz- und Gewinnbringer, die Haushaltssparte Aqua Ecolife Technologie (AET), verbleibt zusammen mit dem Brennstoffzellengeschäft Fuel Cell Membrane Technologies (FCMT) unter dem Dach von BWT. Allein AST steuerte im vergangenen Geschäftsjahr 312 Millionen Euro zum Gesamtumsatz in Rekordhöhe von 488 Millionen Dollar bei. Das Brennstoffzellengeschäft schreibt derzeit zwar noch keine nennenswerten Umsätze, jedoch hat sich BWT damit in einem wachstumsstarken Zukunftsmarkt positioniert. Frost & Sullivan prognostiziert allein dem europäischen Brennstoffzellenmarkt bis 2008 ein Marktvolumen von 48 Millionen Dollar. Bis 2020 soll es auf 18 Milliarden Dollar anwachsen.

Gute Aussichten

Die guten Aussichten bei BWT werden durch die unternehmenseigenen Prognosen für das Gesamtjahr untermauert: In seiner ursprünglichen Form peilt BWT für 2005 erstmals einen Umsatz jenseits der 500 Millionen Euro an. Gleichzeitig soll das EBIT auf über 20 Millionen Euro steigen, nach 16,8 Millionen im Vorjahr. Exklusive AST erwartet man einen Umsatz von 315 Millionen Euro.

Gewinn mal zwei

Trotz des jüngsten Kursanstiegs ist das Potenzial der BWT-Aktie noch nicht ausgereizt. Das Unternehmen bietet gleich mehrere intakte Wachstumsstories: Mit den Geschäftsfeldern Wasseraufbereitung und Brennstoffzellentechnologie ist man in starken Branchen tätig. Nicht zuletzt kommen Anleger in den Genuss von CWT-Aktien. Nach dem Eintritt in die Gewinnzone im ersten Halbjahr 2005 dürfte von dem Unternehmen einiges zu erwarten sein.

 

Artikel aus DER AKTIONÄR 37/05

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