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Doppelschlag

Mitte Juli dürften bei Arpida die Sektkorken geknallt haben, denn die Schweizer Biotech-Firma konnte einen großen Erfolg feiern: Iclaprim, ein Antibiotikum der neusten Generation und gleichzeitig Arpidas am weitesten entwickelter Produktkandidat, hat erfolgreich die dritte und finale Phase klinischer Studien abgeschlossen. Der letzte Schritt auf dem Weg zur Vermarktung ist nun die Zulassung.

Für die Biotech-Schmiede Arpida ist es nur noch ein Schritt bis zum ganz großen Erfolg. Auch die Weichen für die Zukunft sind gestellt.

Mitte Juli dürften bei Arpida die Sektkorken geknallt haben, denn die Schweizer Biotech-Firma konnte einen großen Erfolg feiern: Iclaprim, ein Antibiotikum der neusten Generation und gleichzeitig Arpidas am weitesten entwickelter Produktkandidat, hat erfolgreich die dritte und finale Phase klinischer Studien abgeschlossen. Der letzte Schritt auf dem Weg zur Vermarktung ist nun die Zulassung. Die will Arpida für die USA, den wichtigsten Pharmamarkt der Welt, noch in diesem Jahr beantragen. Grünes Licht der Behörden vorausgesetzt könnte Iclaprim zur Behandlung komplizierter Hautinfektionen schon 2008 in den Verkaufsregalen stehen.

Großes Potenzial

Wie groß das Potenzial von Iclaprim ist, verdeutlicht ein Vergleich mit dem konkurrierenden Medikament Zyvox. Dessen Entwickler, der Pharmariese Pfizer, setzte mit dem Präparat im letzten Jahr fast 800 Millionen Dollar um und rechnet für die kommenden Jahre mit weiter anziehender Nachfrage. Arpida hat berechtigte Hoffnungen, sich von diesem Kuchen ein gehöriges Stück abzuschneiden. Schließlich belegen die absolvierten Tests, dass Iclaprim mindestens genauso wirksam ist wie Zyvox, aber deutlich weniger Nebenwirkungen hat.

Verstärkung

Vor wenigen Tagen überraschte Arpida den Markt mit der Übernahme des Medikamentenherstellers TLT Medical. Für den bescheidenen Preis von umgerechnet rund 35 Millionen Euro kauft sich Arpida damit die Aussicht auf einen weiteren Verkaufschlager ins Portfolio. Denn in Kürze will TLT Tests der Phase III mit einem Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen an Hand- und Fußnägeln starten. Das Präparat könnte 2009 auf den Markt kommen. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis erzielte 2006 mit dem Konkurrenzmedikament Lamisil Umsatzerlöse von fast einer Milliarde Dollar.

Einstiegschance

Die Börse hatte den Entwicklungserfolg mit Iclaprim zunächst mit einem Kurssprung von 30 Prozent belohnt. Ein turbulentes Marktumfeld und die Übernahme von TLT Medical zehrten die Kursgewinne aber wieder auf, sodass sich nun für risikobereite Anleger erneut eine attraktive Chance zum Einstieg bietet. Geht die Wette auf Iclaprim auf, hat die Aktie ein Kurspotenzial von 50 Prozent.

Kursziel bei Arpida: 30,00 Euro. Stopp: 17,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2007.

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