Freenet
- Werner Sperber - Redakteur

Dividendenriese Freenet: Kaufen und den Analysten ignorieren!

Die Zahlen von Freenet für das zweite Quartal des laufenden Jahres sind stark; die Zahlen von Freenet für das zweite Quartal des laufenden Jahres sind schwach. So änderte sich die Einstellung der Anleger zu den Zahlen des Mobilfunk-Dienstleistungsunternehmens und deshalb wurde innerhalb weniger Stunden aus einem Rekordkurs ein Verlust. Die Analysten zweifeln derzeit ebenfalls an Freenet.

Wolfgang Specht, Analyst des Bankhauses Lampe, hält die Quartalsergebnisse von Freenet für solide. Zudem dürfte das Unternehmen die Ziele des Vorstands für das Gesamtjahr erreichen. Dennoch rät Specht weiter nur zum "Halten" der Aktie und bleibt auch bei seinem Kursziel von 25 Euro. Karsten Oblinger, Analyst der DZ Bank, erklärt, die Zahlen sind so ausgefallen, wie er sie geschätzt hatte. Da der Aktienkurs auf rund 32 Euro gestiegen ist, empfiehlt er nun nicht mehr zu "Kaufen" sondern nur mehr zu "Halten" und gibt den "fairen Wert" weiter mit 32 Euro an.

Heike Pauls bleibt zuversichtlich
Adrian Pehl, Analyst der Investmentbank Equinet, macht es kurz: Zahlen solide, Empfehlung weiter "Zukaufen", Kursziel bleibt bei 35 Euro. Heike Pauls, Analystin der Commerzbank, schließt sich ihren Kollegen weitgehend an, verweist jedoch auch auf die Sparte "mobile Dienstleistungen", deren Ergebnis erstmals nach Jahren wieder zugelegt hat. Das wiederum könnte die Grundlage für eine weitere Aufwertung der Aktie sein. Deshalb sollten Anleger die Aktie weiter "Kaufen", wobei Heike Pauls auch ihr Kursziel bei 33 Euro belässt.

Insgesamt raten sechs der von Bloomberg befragten 17 Analysten, welche sich mit Freenet beschäftigen, zum Kauf, zehn zum Halten und einer zum Verkauf. Der Gewinn je Aktie für dieses Jahr wird auf 1,92 Euro geschätzt. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 29,58 Euro.

Genug Gründe zum Einsteigen
Der Kampf um Mobilfunkkunden ist hart, keine Frage, doch große Netzbetreiber berichten auch, die Werbung ist zuletzt weniger aggressiv gewesen. Dass sich Freenet auf die rentableren Vertragskunden konzentriert, dürfte sich für den Konzern ebenfalls auszahlen. Der jüngste, deutliche Kursrückgang nach den soliden Zahlen ist wohl übertrieben. Zudem lockt Freenet noch immer mit einer hohen Dividendenrendite. Deshalb sollten Anleger einsteigen.

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