Innogy
- Maximilian Völkl

Dividendenperle Innogy: Das verspricht Erfolg

Die RWE-Tochter Innogy weist unter den vier großen Versorgern am deutschen Aktienmarkt in diesem Jahr die schwächste Performance auf. Dies liegt zum einen daran, dass der Konzern bereits bei der Abspaltung im vergangenen Herbst höher als die Wettbewerber bewertet wurde. Zum anderen plagen Innogy Wachstumssorgen. Das soll sich nun ändern.

Innogy gilt als grüner Versorger. Dabei macht das Geschäft mit den erneuerbaren Energien aktuell lediglich 16 Prozent des bereinigten EBITDA aus. Den größten Teil des Gewinns macht mit 60 Prozent nach wie vor das Netzgeschäft aus. Hier winken lukrative und staatlich garantierte Renditen. Allerdings senkt die Bundesnetzagentur sukzessive die Vergütungen, so dass kaum Wachstum möglich ist. Auch beim Vertrieb, der die restlichen 24 Prozent des Gewinns beisteuert, ist wegen des starken Wettbewerbs und der angeschlagenen britischen Tochter Npower wenig Zuwachs zu erwarten.

Entsprechend muss der Konzern künftig mehr in die erneuerbaren Energien investieren. 2017 bis 2019 sollen 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro dafür investiert werden. Aktuell besteht das Portfolio zu etwa drei Vierteln aus Offshore- und Onshore-Windkraft – bei Offshore-Anlagen ist Innogy die Nummer 3 weltweit – und zu einem Viertel aus Wasserkraft. Das meiste Aufholpotenzial besteht beim Solargeschäft, das bisher kaum existent ist. Vor allem in den USA soll das Geschäft hier groß aufgebaut werden, die operativen Voraussetzungen wurden bereits geschaffen. Der Vorteil: Trotz der gegenläufigen Signale aus dem Weißen Haus wollen viele Bundesstaaten erneuerbare Energien weiter im großen Stil fördern.

Sichere Sache

Es ist richtig, dass Innogy das Wachstumsfeld mit erneuerbaren Energien ausbauen will. Langfristig sind so weiter steigende Kurse zu erwarten. Der große Vorteil: Aufgrund der stabilen Gewinnbringer mit dem Netzgeschäft und dem Vertrieb ist der Kurs nach unten abgesichert. Zudem ist die Aktie als Dividendenperle mit einer aktuellen Rendite von 4,5 Prozent eine Art Festgeldersatz. Konservative Anleger sind mit dem Versorger gut beraten.

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