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- Michael Schröder - Redakteur

Dividendenperle Freenet: Eilantrag gegen 5G-Auktion - droht Ungemach?

Die Vergabe für die Frequenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G könnte sich verzögern. Freenet hat einen Eilantrag gegen die Auktion gestellt. Zuvor hatten bereits die drei Netzbetreiber Telefónica, Vodafone und die Deutsche Telekom Klage eingereicht. Eigentlich soll das Bieterverfahren am 19. März beginnen. Das Wichtigste vorab: Einfluss auf die Kursentwicklung der Freenet-Aktie hat das Ganze nicht.

Warum dieser Schritt? Aus Sicht von Freenet hat die Bundesnetzagentur die Vergaberegeln für die 5G-Frequenzen schlecht formuliert. Durch das Regelwerk könnte dem Unternehmen der zukünftige Zugang zu Netzen erschwert werden. Freenet fordert einen verpflichtenden Zugang von der Bundesnetzagentur.

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Hintergrund: Im Gegensatz zu den drei etablierten Providern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica hat Freenet kein eigenes Netz, stattdessen nutzt es die Infrastruktur der Konkurrenz. Dies will es auch künftig weitermachen, wenn die deutlich schnellere fünfte Mobilfunkgeneration auf den Markt kommt. Zuvor hatten die der großen Netzbetreiber geklagt – aber aus einem ganz anderen Grund: Sie bemängeln, dass die Regeln für Wettbewerber ohne eigenes Netz zu positiv geschrieben seien.  Doch die ursprünglich für kommende Woche angesetzte Auktion könnte sich verzögern. Insgesamt stehen über 40 Frequenzpakete zur Versteigerung, für die jeweils unterschiedliche Mindestgebote gelten.

Einfluss auf die Kursentwicklung der Freenet-Aktie hat der Eilantrag nicht. Das Fazit hat Bestand: Mit dem Sprung über die 19-Euro-Marke wurde ein frisches Kaufsignal generiert. Was fehlt, sind die Anschlusskäufe, die die Aktie in den Bereich zwischen 21 und 22 Euro treiben. Bei der Gesellschaft sticht vor allem die Trumpfkarte Dividende. Sie ist für langfristig orientierte Anleger ein gutes Argument, die Aktie ins Depot zu nehmen. Daher könnte das Kaufinteresse im Vorfeld der Hauptversammlung am 16. Mai weiter zunehmen - auch wenn Freenet "nur" eine Dividende auf Niveau des Vorjahres in Höhe von 1,65 Euro je Aktie ausschütten will.
 

 

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