Royal Dutch Shell
- Marion Schlegel - Redakteurin

Dividenden-Liebling Royal Dutch Shell: Analysten senken die Kursziele

Die Aktie von Royal Dutch Shell ist zuletzt ordentlich unter Druck geraten, nachdem die Zahlen zum zweiten Quartal enttäuscht hatten. Die niedrigen Ölpreise haben den Ölkonzern stark belastet. Unter dem Strich verdiente der britisch-niederländische Konzern 1,175 Milliarden Dollar und damit gut 70 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der für die Analysten wichtige bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten sackte um 72 Prozent auf 1,045 Milliarden Dollar ab. Das war nur etwa halb so viel wie von Analysten erwartet. Alle Ölkonzerne stehen derzeit wegen des Ölpreisverfalls unter Druck.

Kursziele gesenkt, aber…

Derweil wächst die Skepsis bei den Analysten. Zuletzt hatte bereits die Deutsche Bank einen kritischen Kommentar abgegeben und nun gab es erste Kurszielsenkungen. Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Shell von 2.275 auf 2.180 Pence gesenkt. Er habe seine Gewinnerwartungen für 2016 für viele Ölkonzerne nach den Zahlen für das abgelaufene Quartal reduziert, schrieb Analyst Gordon Gray in einer Branchenstudie vom Dienstag. Insgesamt sei es ein Quartal mit enttäuschenden Resultaten gewesen.

Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Shell nach den Zahlen von 2.290 auf 2.250 Pence gesenkt. Das zweite Quartal sei schwach gewesen, erkärte Analyst Henry Tarr in einer Studie vom Freitag. Im zweiten Halbjahr gelte es nun den Free Cashflow zu verbessern.

Doch auch wenn die Ziele gesenkt wurden – sowohl HSBC als auch Goldman Sachs empfehlen die Aktie von Shell weiter zum Kauf. Die US- Bank hat die Aktie sogar auf der "Conviction Buy List" belassen. Zudem befinden sich die Kursziele klar über dem aktuellen Kurs von 1.899 Pence. Auch DER AKTIONÄR bleibt weiterhin positiv gestimmt. Alleine schon die nahezu garantierte Dividendenrendite von rund sieben Prozent macht den Titel hochattraktiv.

(Mit Material von dpa-AFX)

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