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- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Co: Krypto-Industrie fordert klare Regeln

Der Kryptomarkt präsentiert sich zur Wochenmitte bereits wieder deutlich freundlicher. Nach der teils heftigen Korrektur bei vielen Coins und Token in den vergangenen Tagen überwiegen am Mittwoch wieder die grünen Vorzeichen.

Zu den größten Gewinnern in den Top 100 nach Marktkapitalisierung gehört erneut Ripple mit einem Plus von fast 17 Prozent auf Sicht von 24 Stunden. Der XRP-Token hatte in der letzten Woche zunächst eine beachtliche Rallye hingelegt und dabei kurzzeitig sogar Ethereum als zweitgrößte Kryptowährung überholt. Die Korrektur folgte jedoch auf dem Fuße, denn ausgehend vom Peak bei rund 0,77 Dollar ging es seit letztem Freitag zeitweise wieder um 40 Prozent bergab. Den Rückfall in den Bereich von 0,45 Dollar nutzen einige Investoren aber bereits wieder zu Kauf: Vom Vortagestief kann sich der Coin am Mittwochvormittag klar absetzen.

Nicht ganz so dynamisch präsentiert sich der Bitcoin, der lediglich ein moderates Kursplus von rund einem halben Prozent verbucht. Im Vergleich zu Ripple und vielen anderen Coins hatte der Kurs in den letzten Tagen jedoch auch relativ geringe Verluste erlitten. Der erhoffte Ausbruch aus der charttechnischen Dreiecksformation und das damit verbundene Kaufsignal hat sich dadurch freilich verschoben.

Da die Unterstützung im Bereich von 6.400 Dollar gehalten hat, besteht jedoch kein Handlungsbedarf – die am Freitag eröffnete, zusätzliche Trading-Position im Musterdepot von bitcoin report Premium bleibt bis auf weiteres bestehen. Sollte sich daran etwas ändern, informieren wie die Abonnenten per E-Mail.

Forderung nach klaren Regeln

Beim Treffen von US-Politikern und Unternehmensvertretern aus der Finanz- und Krypto-Industrie in Washington haben Letztere ihre Forderungen an Politik und Aufsichtsbehörden vorgebracht – und die lassen sich im Kern so zusammenfassen: Bitte beeilt euch mit der Regulierung.

Noch hätten die USA die Chance, eine weltweite Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Krypto- und Blockchain-Projekten zu übernehmen. Doch dafür seien klare, maßvolle Regeln erforderlich. Andernfalls könnten die Unternehmen samt ihrer Innovationskraft in Krypto-freundlichere Länder abwandern, wodurch Nachteile für die US-Wirtschaft entstehen könnten.

Ein längst bekannter Kritikpunkt ist etwa die bisherige Praxis, Kryptowährungen den mehr als 70 Jahre alten US-Wertpapiergesetzen zu unterwerfen. SEC-Chef Jay Clayton hat jedoch bereits deutlich gemacht, dass er momentan nicht daran denkt, die Gesetze zu überarbeiten.

Die Erkenntnisse des Treffens sollen in einen Gesetzentwurf des Abgeordneten Warren Davidson einfließen, der noch in diesem Jahr eingebracht werden soll.

Coinbase will Prozesse beschleunigen

Die große US-Kryptobörse Coinbase hat am Dienstag ein neues Vorgehen beim Listing von Kryptowährungen vorgestellt. Ziel sei es, den Prozess zu beschleunigen und gleichzeitig den Besonderheiten lokaler Rechtsprechung in verschiedenen Ländern gerecht zu werden. Bereits im Juli hatte Coinbase die Prüfung weiterer Digitalwährungen hinsichtlich eines Listings gemeldet, darunter auch Cardano und Stellar Lumens.

 

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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