Givaudan
- Michel Doepke - Redakteur

Givaudan: Duftender Top Pick

Givaudan lässt sich schwer aussprechen und ist auch vielen Anlegern nicht bekannt. Dabei nutzt fast jeder tagtäglich die Produkte der Schweizer: Duft- und Aromastoffe. Egal ob in Körperpflege- oder Haushaltsprodukten – Givaudan hat als Marktführer eine enorm breite Produktpalette, die viele Kunden seit Jahren zu schätzen wissen. Diese Basis ermöglicht den Schweizern Jahr für Jahr üppige Dividendenzahlungen und stetig steigende Erlöse.

Zur Unternehmensstrategie gehören auch gezielte Zukäufe. Derzeit erwirbt Givaudan die restlichen Anteile an der französischen Firma Naturex, nachdem sich die Schweizer bereits in einer ersten Tranche 40,6 Prozent der Anteile einverleibten. Unter dem Strich kostet die Akquisition rund 1,3 Milliarden Euro. Naturex setzt auf natürliche Inhaltsstoffe für Nahrungsmittel sowie für Gesundheits- und Körperpflegeprodukte. Ein Trend, den Givaudan nicht verpassen will.

UBS erhöht Kursziel

Die Übernahme berücksichtigt fortan der UBS-Analyst Andrew Stott in seinem Bewertungsmodell für die Papiere von Givaudan. Analyst Stott passte sein Kursziel von 2.250 auf 2.300 Schweizer Franken an, sein Votum lautet unverändert „Neutral“. Angesichts der Perspektiven in einem stetig wachsenden Markt für Duft- und Aromastoffe und der marktführenden Stellung Givaudans sind die Papiere mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25 für 2019 kein Schnäppchen. Im Vergleich zum deutschen Pendant Symrise hingegen (2019er-KGV von 30) hat die Aktie durchaus noch Luft nach oben.

Vor Kurzem ist der Titel bereits auf ein neues Rekordhoch ausgebrochen und hat damit ein starkes Kaufsignal generiert. Für Langfrist-Investoren bleibt das Papier eine interessante Depotbeimischung.

Hinweis: Dieser Artikel erschien bereits in einer ähnlichen Fassung in der AKTIONÄR-Ausgabe 29/2018 als Chart der Woche. Welche Favoriten die Redaktion für das zweite Halbjahr 2018 hat, lesen Sie hier.

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