Axel Springer
- Nikolas Kessler - Volontär

Axel Springer meldet Gewinnplus – Aktie sackt trotzdem ab

Die Aktie des Medienkonzerns Axel Springer ist am Mittwoch nach Vorlage der Quartalszahlen deutlich eingebrochen und zeitweise an das MDAX-Ende gerutscht. Während der Gewinn zu Jahresbeginn gestiegen ist, liegt das Umsatzplus unter den Erwartungen.

Verkäufe und Umbaumaßnahmen im Konzern haben dem Medienunternehmen Axel Springer zu Jahresbeginn ein sattes Gewinnplus beschert. Die Ausgliederung seiner Medienangebote in der Schweiz in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ringier-Verlag spülte dem Unternehmen mehr als 90 Millionen Euro in die Kasse.

Unter dem Strich wuchs der Gewinn für die Aktionäre im ersten Quartal um mehr als das Sechsfache auf 203,2 Millionen Euro, wie der Medienkonzern am Mittwoch mitteilte. Auch der Verkauf des indischen Autokaufportals CarWale trug dazu bei.

Obwohl Investitionen in Angebote wie Business Insider oder die Smartphone-App Upday auf dem operativen Gewinn (bereinigtes EBITDA) lasteten, legte der Wert konzernweit um 5,2 Prozent auf 125,9 Millionen Euro zu.

Ohne diese Investitionen wäre der Wert nach Konzernangaben sogar im Bereich Bezahlangebote, zu dem überwiegend Print-Medien wie Bild und Welt gehören, leicht gestiegen. Größte Stütze war aber erneut das Geschäft mit Internetportalen wie Stepstone oder Immonet. Der Umsatz legte konzernweit um 0,4 Prozent auf 783,4 Millionen Euro leicht zu.

Umsatz-Prognose verfehlt

Während Springer die Analystenschätzungen beim EBITDA (Prognose: 125 Millionen Euro) übertroffen hat, ist das Umsatzplus geringer ausgefallen als von den Experten erwartet (Prognose: 791,5 Millionen Euro). Darüber haben sich die Anleger am Mittwochvormittag enttäuscht gezeigt und die Aktie auf Talfahrt geschickt.

Aktie halten

Der Kurzfristige Ausbruch über die 200-Tage-Linie im Vorfeld der Zahlen hat sich als Fehlsignal erwiesen. Stattdessen droht nun die Schließung des Gaps zwischen 48,10 und 46,95 Euro, das der Kurs Anfang April aufgerissen hatte. Investierte Anleger bleiben vorerst dabei. Der Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 42 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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