Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold in verrückten Zeiten

Es sind historische Zeiten: Erstmals hat Japan 10-jähirge Staatsanleihen mit einem negativen Zinssatz ausgegeben. Investoren zahlen also Geld dafür, dass sie dem Staat Geld leihen dürfen. Hätte Ihnen das jemand vor zehn Jahren erzählt – hätten Sie es geglaubt? Wohl eher nicht. Vor diesem Hintergrund verkommt das Argument, Gold zahlt keine Zinsen schon zu einer Lachnummer.


Es ist sicherlich keine Frage: Der Goldpreis ist die große Überraschung des noch jungen Jahres 2016. 15 Prozent klettert das Edelmetall seit Jahresbeginn und straft all diejenigen Lügen, die nach der Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im vergangenen Jahr den Abgesang auf Gold angestimmt haben. Rückblickend wird man vielleicht sagen: Die Zinsanhebung der Fed hat den vierjährigen Bärenmarkt bei Gold beendet. Eigentlich unglaublich.


Aber nein, so ganz unglaublich ist es jetzt doch nicht. Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich Gold und Rohstoffe allgemein in einem Zinsanhebungszykus wacker geschlagen haben. Einmal mehr hat sich gezeigt: Die Angst vor einem Ereignis war deutlich belastender als das Ereignis selbst.


Bullenmarkt vor der Tür?


Dennoch hätten wohl nur die kühnsten Optimisten damit gerechnet, dass Gold einen derart guten Jahresauftakt auf das Parkett zaubert. Aber wie gesagt: Es sind bisweilen verrückte Zeiten, in denen wir leben. Und da ist es auch nicht verwunderlich, dass der Bärenmarkt mit einem Knall endet. Allerdings ist es für die Bullen noch ein Stück zu gehen, bis der Goldpreis tatsächlich wieder in einem Bullenmarkt angekommen ist. Zwar ist per Definition ein neuer Bullenmarkt dann entstanden, wenn sich ein Kurs über 20 Prozent vom Tief erholt. Doch bei Gold sollte man mit Blick auf die Charttechnik erst dann von einem Bullenmarkt sprechen, wenn Gold wieder die 1.500 Dollar geknackt hat.


Doch bis dorthin gibt es für Anleger den einen oder anderen Euro zu verdienen. Und wie hat heute ein bekannter amerikanischer Analyst geschrieben: Heute Gold zu kaufen, ist wie 2009 Aktien zu kaufen. Ein mutiger Entschluss also, der sich aber auszahlen dürfte.


Wo steigt man am besten bei Gold ein? Welche Aktien sind aussichtsreich? Wann kommt eine Korrektur? Wann soll man nachkaufen? All das erfahren Sie bei Goldfolio, dem Börsenbrief des AKTIONÄRs zum Thema Gold und Silber. Testen Sie Goldfolio 13 Wochen lang für nur 49 Euro. Alle Details finden Sie unter www.goldfolio.de

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Beginn von etwas Großem?

Der Goldpreis kann auch zum Wochenauftakt wieder zulegen. Wichtig: Die Bullen konnten die Marke von 1.220 Dollar verteidigen. Und damit steigen die Chancen, dass die Bewegung bis in den Bereich von 1.240 Dollar führt. Dort allerdings dürften die Bären noch einmal alles in die Waagschale werfen, um … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Startschuss oder Fehlzündung?

Der Goldpreis zieht deutlich an. Das Edelmetall konnte am Donnerstag die Marke von 1.200 Dollar überwinden. Doch damit ist der Kampf noch nicht gewonnen. „Auch wenn es einige Indizien gibt, dass das mehr als eine Eintagsfliege gewesen ist, müssen sich die Bullen jetzt beweisen“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold + Goldminen: Schnelles Chartupdate

Gold und Goldminen hatten gestern den stärksten Tag seit langem. Der Goldpreis kletterte dabei über die Marke von 1.220 Dollar, der Goldminen-ETF GDX notierte knapp unter der Marke von 20 Dollar. Interessant auch: Die Umsätze im GDX waren die höchsten, die man in den vergangenen Monaten gesehen hat. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Kommt jetzt die Monster-Rallye?

Die Standardaktien knicken ein, der Dow verliert über 800 Punkte, der Nasdaq bricht vier Prozent ein und der DAX rutscht bis in den Bereich 11.500 Punkten. Und nahezu jeder hat eine Flucht der Anleger in den sicheren Hafen Gold erwartet. Doch die blieb aus. Der Goldpreis kann nur marginal zulegen. … mehr