Sartorius Vz.
- Maximilian Steppan - Volontär

Top-Gewinner Sartorius: Neue Ziele sorgen für Ausbruchstimmung

Vor vier Wochen hatte Sartorius-Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzberg in einem Zeitungsinterview bereits Andeutungen gemacht, dass das TecDAX-Unternehmen bereits zur Vorlage der Jahreszahlen im Februar neue mittelfristige Ziele präsentieren könnte. Diese sorgen heute mit den Jahreszahlen im frühen Handel für Platz 1 im Index.

Gut laufende Geschäfte vor allem mit Einwegprodukten haben dem Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius 2015 einen Gewinnsprung beschert. Das um Wechselkursschwankungen und Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) legte nach ersten Berechnungen um 41 Prozent auf 263,2 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro und der Auftragseingang stieg um 17 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro.

Positiver Ausblick

Auch für das laufende Jahr zeigte sich Sartorius optimistisch. Bereinigt um Wechselkursschwankungen sollen die Erlöse des Konzerns 2016 um 10 bis 14 Prozent zulegen. Davon soll nun etwa ein Prozentpunkt mehr als operativer Gewinn (EBITDA) hängen bleiben als im vergangenen Jahr. 2015 hatte die Gewinnmarge 23,6 Prozent betragen. Dabei rechnet Sartorius vor allem mit einer weiterhin guten Nachfrage in seiner Sparte Bioprocess Solutions, die Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmazeutika produziert.

Bis zum Jahr 2020 will die Sartorius-Führung die operative Ebitda-Marge weiter steigern. Statt 23 Prozent, wie bisher geplant, soll sie nun etwa 26 bis 27 Prozent erreichen. Beim währungsbereinigten Umsatz peilen die Göttinger weiterhin zwei Milliarden Euro an. Sartorius will seine komplette Jahresbilanz am 26. Februar vorlegen.

Besser als erwartet

Börsianern zufolge klingen die Unternehmensziele für 2016 besser als erwartet. Eine positive Überraschung sei zudem der angehobene Margenausblick für das Jahr 2020, betonte Analyst Sven Kürten von der DZ Bank. Die Entwicklung des vergangenen Jahres entspreche indes seinen Schätzungen. Kürten bekräftigte seine Kaufempfehlung für die Aktie.

Dabeibleiben

Nach dem schwachen Jahresbeginn hat sich das Papier zurückgekämpft und Relative Stärke bewiesen. Damit sollte auch das Allzeithoch bei 244,90 Euro in kommenden Monaten herausgenommen werden. Das Kursziel des AKTIONÄR liegt bei 280 Euro. Investierte Anleger lassen daher die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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