RWE
- Nikolas Kessler - Redakteur

RWE: Diskussion um Staatshilfen lässt die Anleger hoffen

Der Vorschlag der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion, den kriselnden Energieversorgern mit Staatshilfen unter die Arme zu greifen, stößt beim Wirtschaftsministerium auf wenig Gegenliebe. Der Kurserholung der RWE-Aktie tut dies am Dienstag aber keinen Abbruch.

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat der Forderung von CDU-Landtagsfraktionschef Armin Laschet eine Absage erteilt. „Steuergelder für die Energiewirtschaft einzusetzen, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen", sagte Duin der Rheinischen Post. Die Politik müsse vernünftige Rahmenbedingungen für die Industrie schaffen. Dazu gehe der Entwurf des neuen Strommarktgesetzes der Bundesregierung in die richtige Richtung.

NRW-Kommunen leiden

Damit dürfe man das Unternehmen und die Ruhrgebietskommunen als RWE-Anteilseigner nicht alleine lassen. "Nordrhein-Westfalen als Energieland Nummer 1 darf es nicht egal sein, wenn ein solch großer Akteur und Arbeitgeber wie RWE in die Knie geht", sagte Laschet. Vor allem bei den kommunalen Aktionären, die zusammen rund ein Viertel des Unternehmens halten ist die Sorge um die Zukunft des Unternehmens und die Sicherheit der Dividendenzahlungen groß.

Kein Kauf!

Trotz des Gegenwinds aus dem Wirtschaftsministerium werten die Anleger die Diskussion um mögliche Staatshilfen am Dienstag positiv. Die RWE-Aktie hat ihr vorbörsliches Plus im Tagesverlauf zwischenzeitlich auf mehr als fünf Prozent ausgebaut und die Pole Position im DAX verteidigt.

Davon sollten sich Anleger allerdings nicht täuschen lassen – fundamental, operativ und charttechnisch sieht es bei RWE weiterhin mau aus. Aktie meiden!

(Mit Material von dpa-AFX)


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