ThyssenKrupp
- Thomas Bergmann - Redakteur

ThyssenKrupp: Nächste Hammernews

Beim kriselnden Stahlkonzern ThyssenKrupp geht es auf einmal Schlag auf Schlag. Am Vorabend hatte das Unternehmen von einer Einigung im Streit mit der Deutschen Bahn berichtet. Nur wenige Stunden später stellt Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger einen baldigen Verkauf des US-Werks in Aussicht. Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr wird deshalb verschoben.

"Exklusive Verhandlungen"

"Wegen exklusiver Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des
US-Werks in Calvert/Alamaba" wird der DAX-Konzern seine eigentlich für diesen Donnerstag geplante Zahlenvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den 2. Dezember verschieben. Die Gespräche beinhalteten auch den Abschluss eines langfristigen Brammenliefervertrags für ThyssenKrupp CSA, hieß es in einer am Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung der Essener. Dadurch könne eine "wertsichernde Lösung für das brasilianische Stahlwerk" erreicht werden. Ein erfolgreicher Abschluss der Transaktion sei zurzeit aber noch offen.

75 Ausgaben DER AKTIONÄR. 75 Euro Ersparnis. 100 Prozent Performance.
Entscheiden Sie sich noch heute, Leser des AKTIONÄR zu werden, Deutschlands großem Börsenmagazin. Und profitieren Sie dabei von unserem einmalig günstigen Jubiläums-Angebot anlässlich des Erscheinens der 750. Ausgabe. Lesen Sie jetzt den AKTIONÄR 75 Wochen lang mit einer Ersparnis in Höhe von 75 Euro. Und sichern Sie sich mit dieser Entscheidung die Chance auf Top-Renditen. Top-Renditen, wie sie etwa das Aktien-Musterdepot abwirft: Seit seiner Auflage im Jahr 2002 weist es einen Wertzuwachs in Höhe von 1.470 Prozent aus.

Mehrere Interessenten

Für das Werk in Alabama gibt es dem Vernehmen nach mehrere Interessenten. Unter anderem hatte Weltmarktführer ArcelorMittal den Finger öffentlich gehoben. Für das Werk in Brasilien soll es hingegen mit CSN nur einen Bieter geben.

Ursprünglich hatte Hiesinger den Verkauf schon im Mai in trockenen Tüchern haben wollen. Doch der Druck ist inzwischen nicht mehr so groß. Das liegt zum einen daran, dass die brasilianische Währung zuletzt deutlich an Wert verloren hat und die Ausfuhr des Stahls damit lukrativer wird. Zum anderen läuft die Anlage in Brasilien inzwischen technisch besser.

ThyssenKrupp; Charts

Trading-Kauf möglich

Still und heimlich hat sich der Thyssen-Kurs wieder der 20-Euro-Marke genähert. Mit den Meldungen von Dienstagabend könnte es für die Aktie auf ein neues Hoch gehen und damit ein Kaufsignal generiert werden. Anschließend hätte der DAX-Wert Luft bis 20,76 Euro (Hoch von März 2012) beziehungsweise 23,29 Euro (Hoch von Februar 2012). Trader können mit einem engen Stopp eine Spekulation in diese Richtung wagen.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Eine interessante Idee

Der Wandel bei ThyssenKrupp ist nach wie vor in vollem Gange. Mit dem Verkauf des amerikanischen Stahlgeschäfts ist ein erster Schritt getan. CEO Heinrich Hiesinger hat bei seinem Plan, einen Technologiekonzern zu schaffen, aber noch einen weiten Weg vor sich. Neben dem Stahlbereich rückt hierbei … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wurde Zeit

ThyssenKrupp kann am Donnerstag vom freundlichen Marktumfeld besonders stark profitieren. Die Aktie setzt ihren Aufwärtstrend seit Wochenbeginn damit weiter fort. Die Zeit für eine neue Attacke auf die obere Begrenzung des Seitwärtskorridors ist gekommen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Ein Desaster droht

Die ThyssenKrupp-Aktie ist im Laufe dieser Woche deutlich unter Druck geraten. Trotz des Verkaufs des amerikanischen Stahlgeschäfts fehlen derzeit die Impulse, um den nachhaltigen Ausbruch aus dem Seitwärtstrend zu schaffen. Neuen Schwung würde eine Konsolidierung am europäischen Stahlmarkt … mehr