DAX
- Jochen Kauper - Redakteur

Dirk Müller: "Man muss in Aktien investiert sein"

Dirk Müller bleibt skeptisch. Auch wenn sich der Dax in den letzten zwölf Monaten hervorragen entwickelt hat. Probleme wie die Euro-Krise, eine schleppende Weltkonjunktur oder die Probleme in den Schwellenländern sind auch 2014 noch lange nicht vom Tisch.

Eine Frage der Zeit...

Eine große Rolle am anhaltenden Börsenboom spielen die Notenbanken. „Wir haben eine verrückte Börse. Wir haben lächerlich niedrige Zinsen, die in keinem Verhältnis zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen“, sagt Müller gegenüber dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen. „Nur wie immer ist es nicht klar, wie lange das gut geht (…) Wir wissen erst, dass der Vulkan ausbricht, wenn es soweit ist“, ergänzt Müller. Die Schuldenkrise sei einer der Risikofaktoren, die zum Vulkanausbruch, sprich einem Zusammenbruch des Dax, führen könnte. Zwar ist das Thema an den Märkten nicht mehr so gegenwärtig, allerdings hat sich am Problem an sich nicht viel geändert. „Im Gegenteil, wir haben in den letzten Jahren noch einmal ordentlich draufgelegt. Da ist also überhaupt nichts gelöst“, so Müller. 

Aktien sind „in“
Trotz aller Risiken ist Müller nicht durch und durch Pessimist. Gebetsmühlenartig weist er allerdings die Anleger immer wieder auf die Rückschlagsgefahr am Aktienmarkt hin „Der Optimismus ist da. Und ja, man muss in Aktien investiert sein, aber man muss auch die Risiken sehen, man muss sie benennen und darf sich von ihnen nicht verrückt machen lassen, aber man sollte diese einfach nicht außer Acht lassen, rät Müller.

Das komplette Interview von Dirk Müller im Deutschen Anleger Fernsehen sehen Sie hier.

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