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- Thomas Bergmann - Redakteur

Dieser ehemalige US-Präsidentschaftskandidat sagt: "Aktien könnten um 25 % einbrechen, Gold um 50 % steigen"

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ron Paul ist sich sicher. Eine schmerzhafte Korrektur werde die Aktienmärkte erfassen und man könne sehr wenig tun, um dies zu verhindern. Die Wirtschaft der USA sei keineswegs so stabil, wie die Wall Street glauben möge. Und laut Paul könnte die Situation im Oktober richtig schmutzig werden. Im Gegenzug würde Gold profitieren.

Gold-Rallye vor der Tür?

"Wenn unsere Märkte 25 Prozent gefallen sind und Gold 50 Prozent höher steht, wäre dies überhaupt kein Schock für mich, so der Politiker. In diesem Szenario würde der S&P 500 auf 1.819 Punkte fallen und Gold auf rund 1.867 Dollar steigen.

Paul, der kein gutes Haar an der Trump-Regierung lässt, kritisiert in erster Linie die US-Notenbank, die die Zinsen so lange Zeit so niedrig belassen hat. "Ich denke, dass sich der Markt in einer prekären Lage befindet und die Fed sehr vorsichtig agieren sollte. Es wurden so viele Fehler begangen, dass das Ausmaß einer Korrektur fast unendlich ist", malt er ein düsteres Bild.

Nicht unfehlbar

Paul hatte schon einmal eine ähnliche Prognose gestellt, vor gut einem Jahr. Seitdem hat es der S&P 500 mit einem Plus von 21 Prozent krachen lassen und der Dow ist 24 Prozent höher. Ungeachtet dessen vertritt Paul die Ansicht, dass die Rallye bald zu Ende geht. "Die Leute sind der Meinung, dass die Rallye für immer anhält. Das wird nicht der Fall sein. Die alten Regeln existieren immer noch. Und es gibt zu viel Schulden und schlechte Investments. Die Anpassung wird erfolgen müssen", so Paul.

Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht ein Crash-Prophet zu Wort meldet. Eigentlich ein gutes Zeichen, denn wenn alle davon sprechen, ist es wahrscheinlicher, dass es anders kommt. Grundsätzlich muss man angesichts der ambitionierten Bewertungen und der gestiegenen Zinserwartungen Vorsicht walten lassen.

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| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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