Olympia Flexgroup
- DER AKTIONÄR

Die zweite Chance

Die Euphorie nach der Fusion des Personaldienstleisters Allbecon mit der niederländischen Olympia scheint verflogen zu sein. Von 9,50 Euro ging es zurück auf unter sieben Euro. Wie Vorstandsvorsitzender Marcel Slaghekke im Interview erklärt, läuft bei Allbecon Olympia aber alles nach Plan.

Die vor Kurzem fusionierte Allbecon Olympia AG will im stark wachsenden Markt für Zeitarbeit Marktanteile hinzugewinnen.

Die Euphorie nach der Fusion des Personaldienstleisters Allbecon mit der niederländischen Olympia scheint verflogen zu sein. Von 9,50 Euro ging es zurück auf unter sieben Euro. Wie Vorstandsvorsitzender Marcel Slaghekke im Interview erklärt, läuft bei Allbecon Olympia aber alles nach Plan.

DER AKTIONÄR: Herr Slaghekke, was war der Auslöser für die Fusion von Olympia mit Allbecon?

MARCEL SLAGHEKKE: Olympia hat in den Niederlanden ein erfolgreiches Franchise-Konzept entwickelt, mit dem es uns möglich gewesen ist, in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich mehr als 25 Prozent zu wachsen. Wir hatten nun einen Partner gesucht, mit dem wir dieses Konzept in anderen Ländern Europas einführen konnten. Allbecon verfügte über Niederlassungen in wichtigen europäischen Märkten wie Deutschland, Spanien und Italien sowie über ein gut organisiertes Back-Office. Beide Gesellschaften ergänzen sich daher optimal.

Wie verläuft die Integration?

Es läuft alles wie erwartet. Ich denke, dass wir im vierten Quartal dieses Jahres die ersten Franchise-Niederlassungen in Deutschland eröffnen werden, ehe im ersten Quartal 2008 Italien und Spanien folgen.

Sie haben ein Umsatzziel von 400 Millionen Euro und eine steigende EBIT-Marge für 2006 in Aussicht gestellt. Befinden Sie sich auf Kurs?

Der Vorstand geht davon aus, dass Allbecon Olympia die Planzahlen sicher erreicht. Große Überraschungsmomente sollte der Anleger aber nicht erwarten. 2007 ist ein Übergangsjahr, in dem wir die Weichen für nachhaltiges profitables Wachstum stellen wollen. Unser Ziel ist es, auf Dauer schneller zu wachsen als der Markt und damit unsere Wettbewerbsposition zu verbessern.

Wie wird sich der Markt für Zeitarbeit aus Ihrer Sicht in den nächsten Jahren entwickeln?

In Europa, insbesondere in Deutschland, Spanien und den Niederlanden, dürfte der Markt bis 2009 weiter wachsen. Deutschland hat großes Potenzial, bedenkt man, dass hier ein Prozent der Berufstätigen Zeitarbeiter sind. In den Niederlanden sind es zum Vergleich bereits 4,5 Prozent. Olympia hat aber auch schon bewiesen, dass es auch in rückläufigen Phasen Wachstum generieren kann.

Kommen wir noch einmal auf Deutschland zu sprechen. Hat die Einführung eines Mindestlohns Auswirkungen auf Ihr Geschäft?

Meines Erachtens hat dies keine oder positive Effekte. In der Branche findet der Wettbewerb nicht über den Lohn, sondern im Bereich Service statt. Generell ist es für die Branche gut, wenn Mitarbeiter einen „fairen“ Lohn erhalten.

Bald zweistellig?

Mit einem 2009er-KGV von 8 bei Wachstumsraten von über 20 Prozent hat die Aktie noch viel Spielraum nach oben. Bis Jahresende sind zweistellige Kurse durchaus wahrscheinlich.

Kursziel bei Allbecon: 10,50 Euro. Stopp: 5,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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