Vossloh
- Werner Sperber - Redakteur

Die Vossloh AG und die Hugo Boss AG im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Das Zertifikatejournal geht mit einem Derivat vergleichsweise forsch an ein Engagement bei der Vossloh AG. Börse.de erkennt in der Aktie der Hugo Boss AG einen Kursverdoppler.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist so nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.): Die Experten des Zertifikatejournals erinnern daran, dass sich Heinz Thiele (offiziell 25,1 Prozent Aktienbesitz) bei der Hauptversammlung gegen den Willen der Gründerfamilie Vossloh (34 Prozent Besitz über die Familiengemeinschaft Vossloh GbR) denkbar knapp zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Vossloh AG (hält zehn Prozent der eigenen Anteile) wählen ließ. Zudem ließ sich der 72-Jährige auch zum Vorsitzenden des Personalausschusses machen. Damit hat Thiele maßgeblichen Einfluss bei der Wahl des neuen Vorstandsvorsitzenden, wenn Werner Andree im nächsten Jahr diesen Posten räumt. Was Thiele vorhat, bleibt unklar. Er spricht von einem langfristigen Investment aber alle Versuche der Vosslohs, mit Thiele ins Gespräch zu kommen, scheiterten. Die Experten des Zertifikatejournals verweisen auf die seit drei Jahren bestehenden Gerüchte, wonach Thiele den auf Verkehrstechnik für Eisenbahnen spezialisierten Konzern kaufen möchte. Bei der Hauptversammlung sagte Thiele, inzwischen sei ein Mikroskop nötig, um Unterschiede zwischen seiner Beteiligung und der der Gründerfamilie zu erkennen. Allerdings müsste Thiele ein Pflicht-Kaufangebot an die anderen Aktionäre abgeben, wenn er die Schwelle von 30 Prozent erreicht. Diese Spekulationen und die solide Auftragslage dürften den Aktienkurs nach unten absichern, obwohl die charttechnische Aufwärtstrendlinie jüngst unterschritten worden ist. Allerdings befindet sich bei 75 Euro eine Unterstützung. Insgesamt sollte der Kurs eher zulegen, weshalb Anleger das am 26. Juni 2014 fällige Discount-Zertifikat (WKN BP7 6Y5) der BNP Paribas auf die Vossloh AG kaufen sollten. Im Gegenzug für die im Vergleich zum Aktienkurs günstigere Notierung zahlt die Bank höchstens 80 Euro zurück.


Börse.de: Die Wertentwicklung ist sehr anziehend

Hugo Ferdinand Boss hat im Jahr 1924 eine kleine Schneiderei im schwäbischen Metzingen gegründet. Daraus entstand ein auf hochwertige Damen- und Herren-Mode sowie Accessoires spezialisierter, international tätiger Textilkonzern mit 12.000 Mitarbeitern, dessen Waren in etwa 130 Ländern vertrieben werden. Im ersten Quartal 2013 sank der Umsatz zwar im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 594 Millionen Euro, allerdings stiegen die Erlöse in den eigenen Geschäften prozentual zweistellig. Der gewinn verringerte sich um 14 Prozent auf 82 Millionen Euro. Der Aktienkurs konsolidiert derzeit. Die Experten von Börse.de verweisen jedoch auf den durchschnittlichen Kursgewinn von 18 Prozent pro anno während der vergangenen Dekade. Dazu kommt noch die jährliche Dividendenrendite von derzeit 3,7 Prozent. Aufgrund dieser Performance-Zahlen raten sie zum Einstieg in die Aktie der Hugo Boss AG mit einem Kursziel von 196 Euro bis zum Jahr 2018.


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