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- Werner Sperber - Redakteur

Die Salzgitter AG und Volkswagen im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Die Wirtschaftswoche setzt auf die Trendwende der Salzgitter AG. Der Aktionärsbrief fährt auf die Vorzüge von Volkswagen ab. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten der Wirtschaftswoche erinnern daran, dass die Nachrichten aus der Stahlbranche schon seit langem schlecht sind. Entsprechend hat auch der Aktienkurs der Salzgitter AG in den vergangenen fünf Jahren bis zu 78 Prozent an Wert verloren. Heute kostet der Stahlkonzern 2,1 Milliarden Euro an der Börse, wobei die Beteiligung an der Aurubis AG 540 Millionen Euro Marktkapitalisierung erreicht und der Kassenbestand weitere 535 Millionen Euro. So gesehen ist das operative Geschäft des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns nur mit gut einer Milliarde Euro bewertet. Zwar erwirtschaftete das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Verlust von 22 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 94 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, doch die Werke sind gut ausgelastet. Die Experten der Wirtschaftswoche verweisen zudem auf den Wert der Aufträge in der Sparte "Stahl", welche um zwölf Prozent gestiegen sind. Im Segment "Röhren" sind die Bestellungen zwar noch rückläufig, jedoch zeichnet sich ab, dass Salzgitter von den vergleichsweise wenig konjunkturanfälligen Aufträgen aus der Energiewirtschaft profitiert. Die Sparte "Stahlhandel" setzte ein Drittel mehr um als ein Jahr zuvor und auch die Tochterfirma KHS erlöste mehr mit den Abfüllanlagen. Vor diesem Hintergrund dürfte die Salzgitter AG in diesem Jahr zwar nur knapp die Gewinnschwelle erreichen, doch die Chancen auf einen deutlichen Gewinnanstieg ab dem nächsten Jahr sind gut. Langfristig orientierte Anleger sollten die günstigen Kurse zum Einstieg nutzen.


Der Aktionärsbrief: Die Erfolgsgeschichte VW geht weiter    

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres setzte Volkswagen mehr als 144 Milliarden Euro um. Dieser Anstieg im Jahresvergleich von 24 Prozent ist vor allem auf die erstmalige Bilanzierung der Erlöse von MAN und Porsche zurückzuführen. Da der Konzern einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in den sogenannten "modularen Querbaukasten" investiert hat, sank das operative Ergebnis um gut zwei Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Mit diesem Querbaukasten kann Volkswagen in Zukunft sehr viel billiger produzieren. Die Experten des Aktionärsbriefes verweisen allerdings auch auf das schwache Geschäft vor allem in Westeuropa. Gleichzeitig stieg der Anteil in diesem schrumpfenden Markt von 23,2 auf 24,6 Prozent. Dabei braucht Volkswagen bislang noch nicht aggressiv Rabatte gewähren, was sich in den nachhaltig auskömmlichen operativen Margen widerspiegelt. Die operative Gewinnspanne von Porsche belief sich auf 18 Prozent, Audi brachte es auf 11,2 Prozent und Scania auf 10,2 Prozent. Wiederum aufgrund der Investitionen in den Querbaukasten erreichten die Autos der Marke VW nur 3,6 Prozent. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn möchte das ambitionierte Ziel erreichen, an die Vorjahresergebnisse anzuschließen und in diesem Gesamtjahr 11,3 Milliarden Euro operativ zu verdienen. Die Vorzugsaktie von Volkswagen ist auch der "Bulle der Woche", weil die Erfolgsgeschichte von Volkswagen weiter geht. Die Anleger scheinen zu verstehen, dass das Unternehmen Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit tätigt, was die Ergebnisentwicklung vorübergehend belastet. Kleinere Rücksetzer sollten weiterhin zum Kauf genutzt werden.

Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Im Allround- Musterportfolio sind die 130 Anteile von National Oilwell Varco mit einem Verlust von einem Prozent zu 57,70 Euro ausgestoppt worden. Zudem haben die Verantwortlichen ihre 200 Aktien der Coca-Cola Company mit einem Gewinn von drei Prozent zu 28,40 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 50 Titel der Münchener Rückversicherung zu 123,90 Euro eingebucht.

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