- DER AKTIONÄR

Die richtige Auswahl

Im Börsenjahr 2005 konnte man mit ausgewählten Nanotechnologie-Werten gutes Geld verdienen. DER AKTIONÄR fühlt seinen Favoriten erneut auf den Zahn.

Die Börsenjahre 2003 und 2004 standen ganz im Zeichen der Nanotechnologie. Anleger freuten sich über Gewinne, die nicht selten im dreistelligen Prozentbereich lagen. In den vergangenen zwölf Monaten ist es jedoch ruhiger um die vielgepriesene Zukunftstechnologie geworden. Der Run auf Nanotech-Aktien flaute ab, Anleger konzentrierten sich 2005 mehr auf Blue Chips denn auf die kleinen Tech-Werte der zweiten und dritten Reihe. Doch obwohl der Nanotech-Index in diesem Jahr 14 Prozent einbüßte, war es auch in den vergangenen Monaten möglich, mit ausgewählten Nanotechnologie-Aktien satte Gewinne einzufahren. der aktionär nimmt die alten Favoriten noch einmal genau unter die Lupe.

MIV Therapeutics - klar unterbewertet

MIV Therapeutics mauserte sich in diesem Jahr vom Mauerblümchen zum Börsen-Star. Durch die Übernahme des indischen Stent-Herstellers Sahajanand Medical Technologies (STM) zählt das kleine US-amerikanische Unternehmen jetzt zusammen mit Guidant und Johnson&Johnson zu den weltweit größten Stentproduzenten. Zudem konnte man mit der Entwicklung einer Nano-Beschichtung für diese Gefäßstützen große Erfolge feiern. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 79,9 Millionen Dollar ist MIV trotz des enormen Kursanstiegs in diesem Jahr – seit Januar notiert der Wert mit 473 Prozent im Plus – noch immer deutlich unterbewertet. Zudem steckt der milliardenschwere Stentmarkt derzeit in einer kräftigen Konsolidierungsphase – dabei könnte MIV zu einem heiß begehrten Übernahmekandidaten werden. Anleger greifen bei der aktuellen Kursschwäche zu.

Spire - dabeibleiben!

Der Run auf Solarwerte bewies, dass erneuerbare Energien auch an der Börse zu einem ernst zu nehmenden Thema geworden sind. Davon profitierte auch Spire, ein Unternehmen, das mit Solartechnik und Nanotechnologie gleich zwei Wachstumsmärkte bedient. Spire „veredelt“ Photovoltaik-Anlagen mit nur nanometerdicken Schichten und bewirkt somit eine deutliche Effizienzsteigerung. Innerhalb der ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2005 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 16 Millionen Dollar – gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 23 Prozent –, und schrieb mit einem Gewinn von 1,69 Millionen Dollar sogar schwarze Zahlen. Der Wachstumstrend sollte bei Spire auch weiterhin bestehen bleiben. Das Unternehmen hat in diesem Jahr zahlreiche neue Aufträge erhalten. Investierte Anleger bleiben dabei! Headwaters – konservativer Nanowert Wer in die Zukunftstechnologie Nanotech investieren will, es aber dennoch konservativ mag, der ist mit Headwaters gut beraten. Der Hersteller alternativer Energien mittels Nanokatalysatoren legte in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wachstum hin: Seit fünf Jahren arbeitet Headwaters profitabel und verbesserte in diesem Zeitraum den Nettogewinn von drei auf 121 Millionen Dollar. Im Geschäftsjahr 2004/05 (per 30.09.) gelang dem Unternehmen der Umsatzsprung über die Marke von einer Milliarde Dollar. Angesichts der drohenden Energiekrise ist der Wachstumsstory von Headwaters noch lange kein Ende gesetzt. Zudem ist die Aktie mit einem 2006er KGV von 12 attraktiv bewertet. Fazit des AKTIONÄRS: Kaufen!

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