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Die Ölsucher aus Texas

Dawson Geophysical beliefert die Ölindustrie mit wichtigen Daten. Das Unternehmen wächst stark und die Aktie ist günstig zu haben. Da viele Ölquellen bereits versiegt sind, müssen die Konzerne investieren, um neue Vorkommen zu erschließen. Das macht die Aktie von Dawson heißbegehrt.

Dawson Geophysical beliefert die Ölindustrie mit wichtigen Daten. Das Unternehmen wächst stark und die Aktie ist günstig zu haben.

Von Andreas Deutsch

Während der steigende Ölpreis die meisten Menschen den letzten Nerv kostet, macht das US-Unternehmen Dawson Geophysical glänzende Geschäfte. Der Konzern mit Sitz in Texas bietet seismische Daten zur Entdeckung von Öl- und Gasfeldern auf dem Festland an und kann sich derzeit vor Aufträgen kaum retten. Obwohl die Dawson-Aktie bereits gut gelaufen ist, hat das Papier noch viel Kurspotenzial.

Heißbegehrt

Grund hierfür ist die weltweit stark steigende Nachfrage nach Öl und Gas. Allein China hat seine Ölimporte in den vergangenen vier Jahren um 400 Prozent gesteigert. Die Internationale Energieagentur erwartet bis 2015 ein Wachstum der globalen Ölnachfrage um 21 Prozent auf 100 Millionen Barrel täglich. Nach Angaben der OPEC bedeutet ein Anstieg des Rohölpreises auf eine Bandbreite von 50 bis 60 Dollar je Barrel die sofortige Erhöhung der Investitionen in die Ölförderung. Derzeit kostet ein Barrel knapp 53,30 Dollar. Um neue Ölfelder zu erschließen, planen die 30 größten Ölkonzerne Investitionen von 100 Milliarden Dollar. Da etliche Unternehmen sich nicht selbst auf die Suche nach dem schwarzen Gold machen, sind sie auf die Dienste von Firmen wie Dawson Geophysical angewiesen. Der Vorteil für die Ölkonzerne: Bohrungen auf dem Festland sind wesentlich preiswerter als aufwändige Tiefseeprojekte. Um der steigenden Nachfrage Herr zu werden, bewilligte der Dawson-Vorstand zuletzt zehn Millionen Dollar, um ein weiteres Forschungsteam, das elfte des Unternehmens, zu finanzieren. "Wir expandieren wie verrückt", so Dawson-Chef L. Decker Dawson. "Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich bezahlt gemacht. Nun sind wir Marktführer in den USA."

Top-Zahlen

Wie hervorragend es momentan bei Dawson Geophysical läuft, zeigen die Zahlen für das erste Quartal 2004/05 (endete am 31. Dezember 2004) am eindrucksvollsten: Der Umsatz kletterte um knapp 40 Prozent auf 21,6 Millionen Dollar. Der Gewinn legte um mehr als 200 Prozent auf 1,6 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr gehen die Analysten an der Wall Street davon aus, dass Dawson Geophysical 89,0 Millionen Dollar erlösen wird. Das wäre eine Steigerung gegenüber 2003 von 29 Prozent. Das Ergebnis sollte um 31 Prozent auf 14,9 Millionen Dollar klettern, womit sich ein aktuelles 2005er-KGV von gerade einmal 12 ergibt. Für ein Investment in Dawson Geophysical spricht darüber hinaus die hohe Eigenkapitalquote von fast 90 Prozent. Zudem ist das Unternehmen schuldenfrei.

Noch ist sie günstig

Da viele Ölquellen bereits versiegt sind, müssen die Konzerne investieren, um neue Vorkommen zu erschließen. Deswegen dürfte sich die Erfolgsstory von Dawson Geophysical fortsetzen. Anleger sollten kaufen, solange die Aktie noch so günstig bewertet ist.

Wachstumsstark im Rohstoffbereich

Dawson Geophysical

 

ISIN US2393591027
Kurs am 29.03.2005 18,20€
Empfehlungskurs 17,88€
Ziel 25,00 €
Stopp 14,00€
KGV 05e 12
Chance/Risiko 4/3

 

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #12/05 von DER AKTIONÄR erschienen.

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