CHINA 3C GROUP
- DER AKTIONÄR

Die neue Macht

Bei China 3C ist der Fall eigentlich klar: Der Aktienkurs hat sich mehr als versiebenfacht. Und das nicht etwa in den letzten 24 oder 36 Monaten, sondern seit Oktober 2006. Wer das Papier jetzt noch anfasst, kann sich eigentlich nur die Finger verbrennen, richtig? Falsch! Denn trotz des enormen Wertzuwachses ist China 3C weiterhin günstig bewertet.

Die chinesische Bevölkerung ist verrückt nach Technologie-Schnickschnack - ein Riesengeschäft für China 3C Group.

Bei China 3C ist der Fall eigentlich klar: Der Aktienkurs hat sich mehr als versiebenfacht. Und das nicht etwa in den letzten 24 oder 36 Monaten, sondern seit Oktober 2006. Wer das Papier jetzt noch anfasst, kann sich eigentlich nur die Finger verbrennen, richtig? Falsch! Denn trotz des enormen Wertzuwachses ist China 3C weiterhin günstig bewertet.

Trendwechsel

China 3C Group ist eine Holding, unter deren Dach die Yiwu Yong Xin Telecommunication Company, ein Anbieter von Telekomzubehör, und Hanzhou Wang Da Electronics (HWDA) firmieren. HWDA vertreibt über ein Filialnetz Handys, Handyzubehör, Computer und zudem eine breite Palette an technischen Spielereien wie MP3-Player oder PDAs. Während in den vergangenen Jahren vor allem Faxgeräte und deren Wartung zum Wachstum beitrugen, gewinnt nun der Verkauf von Konsumentenelektronik (Kommunikation, IT und digitale Endgeräte) an Dynamik. Verfügten 2004 beispielsweise „erst“ 250 Millionen Chinesen über ein Mobiltelefon, so waren es 2006 schon 460 Millionen. Mit anderen digitalen Endgeräten verhält es sich ganz ähnlich.

Auf dem Weg zum Marktführer

Bislang lag der geschäftliche Fokus des Unternehmens im östlichen China, wo alleine in den drei Provinzen Shanghai, Jiangsu und Zhejiang elf Prozent der Bevölkerung versammelt sind. Jetzt aber will Firmenchef Zhenggang Wang expandieren. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Elektronikmärkte auf 1.200 wachsen, nach 900 im vergangenen Jahr. Ab 2010 soll China 3C dann landesweit mit 4.000 Filialen präsent sein und mehr als eine Milliarde Dollar umsetzen. Bei einer geschätzten Nettomarge von vier Prozent – aktuell beträgt diese acht Prozent, aber der Wert wird wegen der Expansion zunächst wohl sinken – bleiben dann unter dem Strich 40 Millionen Dollar hängen. Bei 51 Millionen Aktien entspräche das einem Gewinn pro Anteilschein von 0,78 Dollar und einem KGV von gerade einmal 9 bei gleichzeitigen Wachstumsraten im höheren zweistelligen Prozentbereich.

Die Zahlen könnten aber auch bedeutend besser ausfallen, denn China 3C arbeitet mit Hochdruck an der Ausweitung der Produktpalette und seiner Stellung als Großhändler. So wurde Mitte Juni mitgeteilt, dass die Chinesen zukünftig den US-Konzern Best-Buy, einen der größten Elektronikmärkte weltweit, mit Waren beliefern werden. Mit dieser Doppelstrategie als Filialist und Großhändler will Firmenchef Wang den Markteintritt ausländischer Konzerne in China für das eigene Wachstum nutzen.

Klasse Story mit Fortsetzung

Der Kursaufschwung bei China 3C sollte sich angesichts der exzellenten Geschäftsaussichten und der hohen Wachstumsraten fortsetzen. Dennoch empfiehlt es sich, zunächst nur eine kleine Position aufzubauen und diese dann aufzustocken.

Kursziel bei China 3C: 7,00 Euro. Stopp: 3,90 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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