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Die neue Dendreon?

Die Idee ist nicht neu: Es müsste Medikamente geben, die das körpereigene Immunsystem dazu bringen, nicht nur bakterielle oder virale Infektionen, sondern auch bislang gar nicht oder nur schwer zu behandelnde Krankheiten wie etwa Krebs zu bekämpfen. Einen solchen Ansatz verfolgt zum Beispiel die Biotech-Firma Dendreon mit ihrem Krebsimpfstoff Provenge. Die Aussicht auf eine baldige Zulassung von Provenge bescherte den Aktionären von Dendreon vor kurzem Gewinne von mehreren hundert Prozent.

Coley will das Immunsystem dazu bringen, gegen Krankheiten wie Krebs vorzugehen. Von den Erfolgen im Labor kann auch der Anleger profitieren, wie das Beispiel Dendreon gezeigt hat.

Die Idee ist nicht neu: Es müsste Medikamente geben, die das körpereigene Immunsystem dazu bringen, nicht nur bakterielle oder virale Infektionen, sondern auch bislang gar nicht oder nur schwer zu behandelnde Krankheiten wie etwa Krebs zu bekämpfen. Einen solchen Ansatz verfolgt zum Beispiel die Biotech-Firma Dendreon mit ihrem Krebsimpfstoff Provenge. Die Aussicht auf eine baldige Zulassung von Provenge bescherte den Aktionären von Dendreon vor kurzem Gewinne von mehreren hundert Prozent. Großes Kurspotenzial sehen die Analysten auch bei Coley Pharmaceuticals. Ein Kursziel von 21 Dollar gab unlängst Lazard Capital für die Aktie aus. Vom aktuellen Kursniveau entspräche dies einer Steigerung von über 100 Prozent. Von acht Analysten, die den Wert derzeit beobachten, blasen sieben zum Einstieg.

Nachhaltige Erholung

Bei der Entwicklung seiner Medikamente setzt Coley Pharmaceuticals vor allem auf die sogenannten TLR (siehe Kasten). Die körpereigenen Abwehrrezeptoren will die Firma nutzen, um Krankheiten wie Krebs oder Asthma zu bekämpfen. Am weitesten fortgeschritten ist ein mögliches Mittel zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Die Arznei mit dem Forschungsnamen CPG 7909 wird in Kooperation mit dem Pharma-Giganten Pfizer entwickelt. Noch in diesem Jahr will Coley Ergebnisse aus einer laufenden Studie der Phase III bekannt geben. Die Aussicht auf positive Daten könnte genau der Treibstoff sein, den die Aktie braucht, um sich nachhaltig von ihren Tiefständen von Anfang März zu erholen. Das aktuelle Produktportfolio von Coley wird komplettiert durch einen potenziellen Impfstoff, der gegen verschiedene Krebsarten eingesetzt werden soll. Klinische Studien der Phase II führt das Biotech-Unternehmen mit Unterstützung des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline durch. Als Partner für die Entwicklung eines Medikamentes zur Behandlung von Asthma konnte Sanofi-Aventis gewonnen werden. Dieses Projekt durchläuft derzeit die erste Phase klinischer Tests.

Partnerschaften sollen sich bezahlt machen.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 wies Coley einen Verlust von 29,8 Millionen Dollar bei Umsätzen von 20,2 Millionen Dollar aus. Für 2005 hatte Coley noch ein Minus von 43 Millionen Dollar und einen Umsatz von 15,9 Millionen Dollar ausgewiesen. Für das kommende Jahr rechnen die Analysten mit einem Umsatzsprung auf mehr als 55 Millionen Dollar. Dazu sollen vor allem Zahlungen der Partner Pfizer und GlaxoSmithKline für erfolgreiche Entwicklungsarbeit führen. Bei einem Cashbestand von fast 107 Millionen Dollar ist diese bis zum Abschluss der Phase-III-Tests mit dem Lungenkrebsmittel CPG 7909 ohnehin gesichert.

Vor Neubewertung?

Für risikobereite Anleger, die auf der Suche nach einer spekulativen Beimischung für ihr Depot sind, ist die Aktie von Coley Pharmaceuticals ein Investment wert. Die Aussicht auf gute Daten aus der Phase-III-Studie mit einem potenziellen Lungenkrebsmedikament sollte das Papier auch in den kommenden Monaten beflügeln. Fallen die Daten gut aus, wird eine baldige Zulassung immer wahrscheinlicher. In diesem Fall stünde Coley vor einer Neubewertung.

Kursziel bei Coley: 15,00 Euro. Stopp: 6,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 18/2007.

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