DIVX INC. DL-,001
- DER AKTIONÄR

Die Nadel im Heuhaufen

Unternehmen, die jedes Jahr ihre Umsätze und Ergebnisse steigern, gibt es mehr, als man denkt. Sucht man allerdings nach Firmen mit der gewissen Extraportion Wachstum, einer blitzsauberen Bilanz, hohen Cashreserven und ebenso hohen Gewinnmargen, dann wird die Sache schon schwieriger. Um präzise zu sein: Es gibt vielleicht ein paar Dutzend Gesellschaften, auf die eine solche Beschreibung zutrifft. DivX gehört dazu.

Der Softwarehersteller DivX hat in den letzten drei Jahren seine Umsätze jeweils verdoppelt und ist zudem hochprofitabel. Was taugt die Aktie?

Unternehmen, die jedes Jahr ihre Umsätze und Ergebnisse steigern, gibt es mehr, als man denkt. Sucht man allerdings nach Firmen mit der gewissen Extraportion Wachstum, einer blitzsauberen Bilanz, hohen Cashreserven und ebenso hohen Gewinnmargen, dann wird die Sache schon schwieriger. Um präzise zu sein: Es gibt vielleicht ein paar Dutzend Gesellschaften, auf die eine solche Beschreibung zutrifft. DivX gehört dazu.

Liebling, ich habe die Bilder geschrumpft!

DivX hat eine Software entwickelt, mit der sich große Videodateien, beispielsweise Spielfilme, erheblich im Umfang reduzieren lassen. Die Software hat in den letzten Monaten drastisch an Popularität gewonnen und gehörte im Sommer zu den am meisten heruntergeladenen Anwendungen überhaupt. Trotzdem erzielt das Unternehmen kaum Umsätze mit den Endkunden, denn erst für ausgefeiltere Premiumprodukte wird der Nutzer zur Kasse gebeten. Den Löwenanteil der Erlöse erzielen die Amerikaner, indem sie ihre Technologie an Hard- und Softwarehersteller lizenzieren und sich für die Verbreitung von Inhalten bezahlen lassen. Google, obwohl mit einem eigenen Videoformat ein Konkurrent, bezahlt DivX beispielsweise dafür, dass die Toolbar der Suchmaschine im Bundle mit DivX zum Download angeboten wird.

Der neue Standard

Der finanzielle Erfolg von DivX beruht vor allem darauf, dass die Industrie das Format unterstützt und es in zahlreichen Geräten vorinstalliert. DivX-Lösungen finden sich bereits in knapp 2.000 verschiedenen Endgeräten. Durch diese Verbreitung haben die Kunden die Möglichkeit, Videodateien über unterschiedliche Plattformen hinweg zu erstellen, zu bearbeiten und zu verwalten.

Aktie mit Potenzial

DivX hat eine blitzsaubere Bilanz: Rund vier Dollar pro Aktie entfallen auf die Barreserven, zudem ist das Unternehmen schuldenfrei. Das Geschäft mit den Softwarelizenzen brummt und sorgt für Nettomargen jenseits der 20 Prozent. Gemessen am Umsatz- und Gewinnwachstum und unter Berücksichtigung der starken Marktstellung sind die Aktien viel zu billig.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 06/2007.

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