Tesla
- Stefan Limmer - Redakteur

Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 9)

2011 war ein nervenaufreibendes und am Ende sehr schwaches Börsenjahr: DAX, TecDAX und Co verbuchten teils deutliche Verluste. Nun fragen sich die Anleger: Welche Aktien sind interessant und haben das Potenzial, den Markt in den kommenden Monaten hinter sich zu lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Nach vier Jahren und über 2000 produzierten Fahrzeugen war Schluss. Der Elektroautohersteller Tesla Motors stellte die Produktion seines ersten Serienfahrzeugs im September 2011 ein. Der Blick ist aber bereits in die Zukunft gerichtet. Mit dem Model S steht nach dem Roadster die neueste Elektro-Kreation der Kalifornier bereits in den Startlöchern und wird ab Mitte 2012 auf den US-Straßen zu bewundern sein.

 

Branchenprimus

 

Bei der Präsentation des Tesla Roadsters standen hauptsächlich noch gut betuchte Autofans und Promis wie George Clooney, Arnold Schwarzenegger und die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin Schlange, um einen der über 100.000 Dollar teuren Elektroflitzer zu ergattern. Die Einstiegsversion des Model S wird hingegen nur erschwingliche 50.000 Dollar kosten und somit auch für den Normalbürger eine echte Alternative beim Autokauf darstellen. Zudem  ist das Elektroauto aufgrund des fehlenden Motors mit seinen sieben Sitzen und reichhaltigem Platzangebot absolut familientauglich. Je nach verbautem Batteriepaket erreicht das Model S bei einer Ladezeit von 45 Minuten eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Tesla schlägt mit diesen Leistungsdaten die Konkurrenz um Längen und nimmt somit die Rolle des absoluten Branchenprimus ein.

 

Starke Partner

 

Elon Musk, seines Zeichens CEO von Tesla, ist kein unbekanntes Gesicht. In der Vergangenheit führte er bereits den Internet-Bezahldienst PayPal zum Erfolg. Bei Tesla Motors hat er sich starke Partner ins Boot geholt. Mit Daimler arbeitet Tesla bereits seit 2007 zusammen und liefert aktuell Batteriepakete für die Antriebsstränge des Smart ForTwo. Zudem hält Daimler Anteile an dem Elektroautohersteller. Toyota entwickelt mit den Kaliforniern eine Elektro-Version des SUV RAV4 und ist seit dem Börsengang mit 50 Millionen Dollar am US-Unternehmen beteiligt. Zusammen mit Panasonic forscht Tesla an der Weiterentwicklung von Lithium-Ionen Akkus.

 

Bereits ausverkauft

 

Tesla Motors schreibt aufgrund immenser Entwicklungskosten immer noch rote Zahlen. Dies sollte sich jedoch bald ändern. Für das Model S liegen bereits über 6500 Vorbestellungen vor. Die für 2012 geplante Produktion ist somit ausverkauft und der Jahresumsatz wird hierdurch um fast 200 Prozent in die Höhe getrieben werden. Für die Produktion des Model S hat Tesla eine Fabrik gekauft, in der rund 20000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden können. Diese Kapazität will der Elektroautohersteller im Jahr 2013 erreichen. In einem Interview zeigte sich Musk optimistisch, dass Tesla Motors im gleichen Jahr die Gewinnzone erreichen wird. Für zusätzliche Kursphantasie sollte auch der Ölpreis sorgen, der sich in einem intakten Aufwärtstrend befindet, und somit die Preise für Diesel und Benzin immer weiter in die Höhe treibt.



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