K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 4)

2011 war ein nervenaufreibendes und am Ende sehr schwaches Börsenjahr: DAX, TecDAX und Co verbuchten teils deutliche Verluste. Nun fragen sich die Anleger: Welche Aktien sind interessant und haben das Potenzial, den Markt in den kommenden Monaten hinter sich zu lassen? In seiner Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.

Alle Jahre wieder - geht ohne K+S auf deutschen Straßen nichts mehr. Nachdem im vorigen Jahr angesichts der starken und lang anhaltenden Schneefälle in vielen Städten und Gemeinden das Salz ausgegangen war, haben die Kommunen in diesem Jahr ihre Lager besser gefüllt. Auch K+S selbst hat Lehren aus den Lieferengpässen gezogen. „Wir haben unsere Lagerkapazitäten in Europa nun von 900.000 auf eine Million Tonnen aufgestockt", so Vorstandschef Norbert Steiner."

Hauptgeschäft bleibt Dünger

Viele vergessen aber, dass das Kasseler Unternehmen das meiste Geld in einem anderen Geschäftsbereich verdient. Das Düngemittelgeschäft ist nämlich für zwei Drittel des operativen Gewinns verantwortlich - nur ein Drittel entfällt auf das Salzgeschäft. Und die Zukunftsaussichten für das Kerngeschäft sind nach wie vor gut.

Landwirte kaufen wieder mehr

Die langfristig steigenden Preise für Agrarrohstoffe wirken sich positiv auf den Absatz von Kalidüngermittel aus. Bei steigenden Preisen für Agrarprodukte kaufen Landwirte mehr Düngemittel, um ihren Flächenertrag zu verbessern. Schon in diesem Jahr führte die Preiserholung zu verstärktem Düngemitteleinsatz und damit zu gut gefüllten Auftragsbüchern bei K+S.

Milliarden für die Zukunft

Zuletzt stand der DAX-Konzern wegen fehlender Perspektiven für neue Kali-Bergwerke bei Experten in der Kritik. Mit der Übernahme von Potash One geht K+S genau in die richtige Richtung um auch die wichtige Rohstoffversorgung der Zukunft zu sichern. Der DAX-Konzern investiert in den kommenden Jahren rund 2,4 Milliarden Euro in die Erschließung einer Kalilagerstätte in Kanada. Der Aufsichtsrat hat zuletzt die Investitionen für das sogenannte „Legacy-Projekt" bewilligt. Der Produktionsstart soll im Jahr 2015 sein. Die Gesamtkapazität von 2,9 Millionen Tonnen will das Unternehmen im Jahr 2023 erreichen. Die Finanzierung des Projekts soll überwiegend aus vorhandenen Finanzmitteln und künftigen Cashflows stammen.

Megatrend-Aktie mit großem Potenzial

Die langfristigen Zukunftsaussichten für K+S sind hervorragend. Die wachsende Weltbevölkerung bringt enorme Herausforderungen mit sich. Bereits heute leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Welt - im Jahr 2025 sollen es sogar acht Milliarden werden. Und diese vielen Leute brauchen Lebensmittel. Daher ist eine Produktionssteigerung in der Landwirtschaft unerlässlich. Einen wichtigen Beitrag liefert hierbei Dünger. In diesem Bereich ist K+S bestens aufgestellt. Gute Voraussetzungen, um jetzt in den DAX-Konzern K+S zu investieren. Die Aktie ist derzeit günstig bewertet und hat 70 Prozent Potenzial nach oben.

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