caatoosee
- DER AKTIONÄR

Die letzte Chance

Von Markus Horntrich

Bei der Caatoosee AG ist das Kerngeschäft Informationslogistik weitgehend eingestellt und die Bilanz zeigt ein Bild der Verwüstung - das Eigenkapital ist nahezu aufgezehrt. In der aktuellen Verfassung ist der Leonberger IT-Dienstleister ein Schandfleck auf dem Kurszettel. Die Rettung scheint jedoch nicht mehr fern.

Florian Homm steigt ein

Die Jenoptik-Tochter M+W Zander Facility Engineering hat ein Auge auf die Leonberger geworfen. Über eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage will M+W Zander seine IT-Tochter TeraPort in die Caatoosee AG einbringen. Ebenfalls per Kapitalerhöhung durch Sacheinlage soll der US-amerikanische IT-Dienstleister OuterBounds Technologies zu 100 Prozent übernommen werden.

Zusätzlich dazu soll das Kapital um fünf Millionen Euro erhöht werden, wobei das frische Kapital von einem Investmentfonds der FM Fund Management Ltd. bereit gestellt wird, bei der Florian Homm die Fäden in der Hand hält. Alle geplanten Transaktionen bedürfen noch der Zustimmung der Hauptversammlung. Nach dem geplanten Deal wird M+W Zander 52 Prozent und Florian Homm 21 Prozent an der neuen Gesellschaft halten. Die neue Caatoosee AG dürfte nach der Neuausrichtung etwa 44 Millionen Euro erlösen, wobei ein EBIT (ohne Restrukturierungskosten) von 2,9 Millionen Euro möglich erscheint.

Fazit: Letzte Chance. Für Caatoosee ist der geplante Deal die wohl einzige Chance, um nachhaltig profitabel zu werden. Mittelfristig sind die Aussichten für Caatoosee nach dem Umbau nicht schlecht, aktuell drängt sich ein Einstieg jedoch nicht unbedingt auf.

ISIN DE0006178353
Kurs am 05.01.2004 0,42 €
Empfehlungskurs 0,44 €
Empfehlung Halten
KGV 05/06e 17
Chance/Risiko 4/5

 

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #02/05 von DER AKTIONÄR erschienen.

 

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