Gerry Weber
- Werner Sperber - Redakteur

Die Kion Group und Gerry Weber International im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Effecten-Spiegel ist vom Börsen-Kandidaten Kion Group durchaus angetan. Investment Ideen denkt noch einmal nach und wird sich dann wohl doch für einen Einstieg bei Gerry Weber International entscheiden.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist so nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.): Die Experten des Effecten-Spiegels erklären: Im Jahr 2006 haben die Wagniskapital-Gesellschaften KKR und Goldman Sachs die Kion Group von der Linde AG übernommen. Die Kion Group mit Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bietet noch bis längstens Mittwoch, 26. Juni, bis zu 34,95 Millionen Aktien (WKN KGX 888) zu einem Preis zwischen 24 und 30 Euro zum Kauf an. Das entspräche Bruttoeinnahmen von rund 839 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro. Der Börsenwert für den Konzern beliefe sich demnach auf 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro. Der Börsengang der weltweit zweitgrößten Herstellerfirma für Gabelstapler ist für Freitag, 28. Juni, geplant. Nach diesem Initial Public Offering (IPO) würden sich rund 20 Prozent der Aktien im Streubesitz befinden. Das Unternehmen mit Marken wie Linde oder Still gilt trotz des geringen Streubesitzes als Kandidat für den MDAX. Vorbörslich werden die Anteile bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge für 29,50 bis 31,50 Euro gehandelt.

Die chinesische Firma Weichai Power ist Ende vergangenen Jahres mit 25 Prozent bei der Kion Group eingestiegen und erhöht bei dem Börsengang ihre Beteiligung voraussichtlich auf rund 30 Prozent. In den sechs Monaten nach dem IPO darf Weichai weitere 3,3 Prozent an Kion von KKR und Goldman Sachs kaufen. Allerdings dürfe Weichai auch fünf Jahre nach dem Ausstieg der beiden Finanzinvestor-Firmen nicht auf mehr als 49,9 Prozent der Anteile der Kion Group kommen. KKR und Goldman Sachs erklärten, sie würden noch erhebliche Chancen bei der Kion Group sehen und noch einige Zeit für ihren Rückzug zu benötigen.

Der Vorstand der Kion Group möchte die Einnahmen aus dem Börsengang verwenden, um die Netto-Schulden von derzeit immerhin 1,82 Milliarden Euro zu halbieren. Außerdem möchte er künftig in den Vertrieb und die Dienstleistungssparte in den Wachstumsmärkten Osteuropa, Südamerika und China investieren. Über Weichai Power hat Kion einen hervorragenden Zugang nach China. Kion setzte im ersten Quartal des laufenden Jahres 1,09 Milliarden Euro um, wobei hierbei die Sparte Hydraulik nicht berücksichtigt ist. Das sind 0,9 Prozent weniger als der Rekorderlös ein Jahr zuvor. Der Gewinn stieg jedoch um 73,3 Prozent auf 28,6 Millionen Euro. Langfristig ausgerichtete Investoren sollten einige wenige Stücke als Depotbeimischung zeichnen beziehungsweise kaufen.


Investment Ideen: 2 ist an der Börse auch mal 3 - 1    

Der Winter ist zu warm für Winterkleidung und der Frühling zu kalt für die Frühlings-Konfektion gewesen. Deshalb hat der Vorstand von Gerry Weber International die Gewinnziele für das Ende Oktober ablaufende Geschäftsjahr 2012/13 gesenkt. Der Aktienkurs stieg daraufhin trotzdem. Die Experten von Investment Ideen erklären: Das sei die Formel des Börsenaltmeisters André Kostolany in Reinform. An der Börse gelte nicht 1+1=2, sondern 3-1=2, also um die Ecke gedacht. Es sei denn, Insider oder Anleger haben die Gewinnwarnung erwartet und die Aktie vorher verkauft, was die wochenlange Schwäche ohne erkennbaren Grund erklären würde. Allgemein gilt: Wenn eine Aktie auf eine überraschende Gewinnwarnung mit einem Kurssprung reagiert, ist das eine gute Nachricht, denn das zeigt, dass die Erwartungshaltung sehr niedrig ist. Bessere Nachrichten setzen als Kurspotential frei. Anleger sollten die Bedenkzeit für institutionelle Investoren abwarten und die Aktie erst in der kommenden Woche kaufen, wenn sich die Notierung halten konnte.


190% mit MBB Industries/ 370% mit Freenet-Call/ 490% mit SMI-Call
DIE BESTEN HANDELSCHANCEN der Woche auf den Punkt gebracht
Wöchentlich werten die Börsenwelt-Experten bis zu 400 Empfehlungen der deutschsprachigen Börsen-Elite für Sie aus. Die besten Empfehlungen schaffen es in den Börsenwelt Börsenbrief. Lassen auch Sie ein Netzwerk von Fachleuten für sich arbeiten - und sichern Sie sich die besten Empfehlungen zum absoluten Discount-Preis. Sie erhalten Top-Tipps, die ihrem Namen alle Ehre machen. Zögern Sie nicht und bestellen auch Sie jetzt den Börsenwelt Börsenbrief.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

Gerry Weber kämpft weiter - Kursexplosion

Der in der Krise steckende Modekonzern Gerry Weber streicht weitere Stellen. Zudem wollen die Westfalen weitere Filialen schließen. Unterdessen haben die Gläubiger Gerry Weber etwas Luft verschafft. Mutige Anleger greifen am Montag bei der Aktie zu. Die Frage ist aber: Wie nachhaltig ist die … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Termine: Gerry Weber - Ende der Talfahrt?

Anfang September bleibt es an den Börsen weiter ruhig. Spannend wird es jedoch beim Bekleidungskonzern Gerry Weber. Nach der rasanten Talfahrt der vergangenen Monate sollen die Zahlen wieder neues Vertrauen bei den Anlegern schaffen. Aufgrund der zahlreichen Enttäuschungen in der jüngeren … mehr
| Christian Scheid | 0 Kommentare

Die Happy-New-Year-Wette

Die Wochen vor Weihnachten sind eigentlich eine besinnliche Phase. Doch bei vielen Profi-Anlegern ist von Ruhe keine Spur. Denn sie machen ihre Depots in den letzten Dezember-Tagen fit für die Jahresendabrechnung. Geschickte Anleger können sich die dabei auftretenden Kursbewegungen zunutze machen. mehr