Solarworld
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solarworld gewinnt gegen China-Hersteller Solarfun und Canadian Solar

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Der deutsche Solarmodulhersteller Solarworld konnte seinen Qualitätsvorsprung verteidigen. Die schlechtesten Module lieferten 12 Prozent weniger Strom.

Die Preise von Solarmodulen sind ein großes Thema. Doch nicht weniger wichtig ist die Qualität der Produkte. Das Solarstrom-Magazin Photon hat nun die Ergebnisse des jüngsten Langzeittests veröffentlicht. 16 unterschiedliche Modultypen von europäischen, asiatischen und amerikanischen Herstellern wurden dafür während des gesamten Jahresverlaufs 2009 vermessen. Die erste Erkenntnis: Günstige China-Module sind nicht automatisch weniger leistungsstark. So liegt auf dem letzten Platz ein Produkt der japanischen Sharp und dem vorletzten ein Modul der deutschen Schott Solar.

Plus für Solarworld

Die Solarworld AG ist erneut "Jahresbester" geworden. Die polykristallinen Module "Plus SW 210" des deutschen Herstellers erzielten im Jahresverlauf starke 12 Prozent mehr Strom als das Sharp-Modul. Logisch, dass es mit diesem Verkaufsargument leichter fällt, die relativ hohen Preise zu verteidigen. Teilweise erzielen Solarworld-Module aufgrund der guten Qualität einen Preisaufschlag von rund 20 Prozent gegenüber asiatischen Modulen.

Doch die China-Hersteller holen langsam aber sicher auf. Bestes China-Modul im Test war das von Canadian Solar. Zwar liegt der Abstand zum Testsieger bei sieben Prozent, doch Canadian Solar kann diese Produkte aufgrund einer besseren Kostenstruktur auch günstiger anbieten. Solarfun-Module lieferten acht Prozent weniger Strom als Solarworld. Dennoch ist dies ein beachtliches Ergebnis für den China-Anbieter, verweist man damit doch immerhin Sharp oder Schott Solar auf die Plätze.

Gegenbewegung

Solarworld hat nicht nur dem 1. Platz im Photon-Modultest sondern bislang auch die wichtige charttechnische Marke bei 10,80 Euro erfolgreich verteidigt. Hier könnte ein doppelter Boden gebildet werden. Vorsichtige Anleger warten jedoch zumindest ab, bis die Aktie die Marke bei 12 Euro überschreitet.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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