Gerry Weber
- Werner Sperber - Redakteur

Die HPI AG und Gerry Weber International im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Das Stuttgarter Researchbüro lässt Michael Negel, Vorstandsvorsitzender der HPI AG, erläutern, warum die Aktie kaufenswert ist. Der Austria Börsenbrief erkennt Einstiegschancen bei Gerry Weber International, nachdem sich Analysten von dem Wert distanzierten.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist so nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.): Die Experten des Stuttgarter Researchbüros erklären, die Vorgehensweise der HPI AG, um für mehr Wachstum zu sorgen, ist erfolgreich. Allerdings legte HPI bislang noch keine Konzernbilanz für das vergangene Jahr vor. Vorstandsvorsitzender Michael Negel begründet das im Gespräch mit den Experten folgendermaßen: "In Anbetracht der gerade erst erfolgten Übernahmen und der IFRS-Umstellung haben wir in diesem Jahr ein wesentlich komplexeren Jahresabschluss. Die Beteiligung an der (nicht börsennotierten) REW Solar AG ist erst Ende März 2013 erfolgt. Der 2012er-Einzelabschluss der REW AG ist uns erst Anfang Juni zugegangen. Die Übernahme der (ebenfalls nicht börsennotierten) TND AG ist erst Ende Dezember erfolgt, diese hatte zudem ein abweichendes Geschäftsjahr. Darüber hinaus stellen wir 2012 einmalig von HGB auf IFRS um, so dass der Jahresabschlussprüfer nicht nur zwei weitere Gesellschaften, sondern sowohl den IFRS-Abschluss 2011 als auch 2012 zu prüfen hat, zumal sowohl REW als auch TND schon 2012 konsolidiert werden. Wir haben nun festgelegt, dass wir die endgültigen Zahlen, die aus heutiger Sicht keine Überraschung enthalten, am 30. Juli 2013 berichten. Die Hauptversammlung wird dann direkt nach den Sommerferien am 19. September 2013 stattfinden."

Das auf Logistik- und Einkaufs-Dienstleistungen spezialisierte Unternehmen erlöste im ersten Quartal des laufenden Jahres 28,2 Millionen Euro. Das sind 53 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von diesem Quartalserlös stammen etwa 1,54 Millionen Euro von der REW und zirka 11,2 Millionen Euro von der TND. Das operative Konzernergebnis stieg um 24 Prozent auf 532.000 Euro. Damit übertraf der Konzern die eigenen Vorgaben. Negel bestätigte zudem die Ziele für das Gesamtjahr. Demnach soll der Umsatz 128 bis 135 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2,7 bis 3,2 Millionen Euro betragen. Negel sagte im Gespräch mit den Experten aber auch: " Diese Guidance ist zu 100 Prozent auf organischem Wachstum mit dem derzeitigen Geschäftsmodell basierend. Wir behalten uns Prognoseerhöhungen vor." Die Synergieeffekte mit den beiden akquirierten Firmen sind noch nicht ausgereizt. Die REW wird davon profitieren, künftig nicht mehr von Großhandelsfirmen sondern von den Herstellern direkt für die Kunden von REW beziehungsweise HPI einkaufen zu können. Über die REW hat die HPI nun auch Zugang zu europäischen Gemeinschaftsunternehmen, an denen die REW beteiligt ist. Die REW baut mit der MRL Mannesmannröhren Logistic GmbH an der die HPI beteiligt ist, eine Firma-zu-Privatkunde-Handelsplattform (B2C) mit der Adresse www.heimwerkerbedarf24.de auf. Negel erklärt: "Im Grunde verfolgen wir damit die Idee des „Amazon der Industrie". Reines Umsatzwachstum steht für uns nicht im Vordergrund. Vorrang hat die Steigerung der operativen Marge. Bereits für dieses Jahr haben wir eine Erhöhung der EBITDA-Marge auf ca. 2,5-3 Prozent prognostiziert. Wir sind zuversichtlich, dass wir die operative Marge in den nächsten Jahren nachhaltig steigern können."

Warum Anleger Aktien von HPI kaufen sollten begründet Negel folgendermaßen: "Unser Aktienkurs befindet sich in etwa auf gleicher Höhe wie vor zwölf Monaten. Seither sind aber Umsatzsteigerungen und Ergebnissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich erfolgt. Es kamen Firmenwerte in zweistelliger Millionenhöhe zu den Assets der Firma dazu. Verglichen mit einem erwarteten Jahresumsatz von rund 130 Millionen Euro nimmt sich der HPI-Börsenwert von nur rund elf Millionen Euro sehr bescheiden aus. Ebenso wenig sind die Synergieeffekte, die wir heben wollen, eingepreist. Wir sehen unseren Aktienkurs als Einstiegskurs. Zumal Nebenwerte im Börsenjahr 2013 bisher noch kaum im Fokus der Anleger standen. Wir hoffen, dass sich dies im zweiten Halbjahr ändern wird."


Der Austria Börsenbrief: Zwei schwächere Quartale, na und?    

Von November vergangenen Jahres bis Januar dieses Jahres war es den Kunden zu warm, um viel Winterkleidung von Gerry Weber International zu kaufen. Von Februar bis Ende Mai war es zu kalt, um große Lust zum Kauf der Frühjahrsmode zu spüren. Vorstandsvorsitzender Gerhard Weber senkte bei der Hauptversammlung die Ziele für das Gesamtjahr 2013 dennoch lediglich geringfügig. Bislang erwartete Weber einen Umsatz von 890 bis 900 Millionen Euro und jetzt geht er von etwa 890 Millionen Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll nur mehr im gleichen Verhältnis wie der Umsatz zulegen; die EBIT-Marge soll demnach nur mehr gleich bleiben. Die Experten des Austria Börsenbriefes verweisen auf die Analysten, die daraufhin ihre Gewinnschätzungen und ihre Kursziele senkten. Doch wetterbedingt schlechtere Quartale ändern nichts am gültigen, profitablen Wachstumstrend des Modeunternehmens. Die nun schwächeren Kurse sollten Anleger bis zu Notierungen von 30 Euro zum Kauf nutzen.


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