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- Werner Sperber - Redakteur

Die GEA Group und STADA Arzneimittel im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Frankfurter Börsenbrief geht von einem weiteren Kursanstieg der Aktie der GEA Group aus. Fuchs Kapitalanlagen sieht Risiken bei einem Investment in STADA Arzneimittel, allerdings auch sehr hohe Chancen.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes loben: Die GEA Group ist eine Weltgröße für Maschinen und Prozesstechnik mit besonderem Fokus auf Energie und Nahrungsmittel. Der Konzern bietet Lösungen für das Melken und Kühlen, die Tier- und Stalltechnik, für Spiralöfen, Kühltürme, Plattenwämetauscher, Separatoren, Pharmatechnik sowie Eismaschinen und vieles weitere mehr. Damit arbeitet die Unternehmensgruppe in einem echten Zukunftsmarkt, denn eine steigende Anzahl von Menschen auf der Welt bedeutet auch einen steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Energie. Dazu kommen Trends wie die Verstädterung, die eher zunehmenden Umwelt-Auflagen und die teils anziehenden Energie-Preise. Die Zahlen für das erste Halbjahr waren in Ordnung. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr Bestellungen im Wert von mindestens fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr und einen ebenfalls um mindestens fünf Prozent höheren Umsatz. Die EBIT-Marge soll wenigstens auf Vorjahresniveau liegen, wobei Einmaleffekte unberücksichtigt bleiben. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie für das nächste Jahr auf 2,05 Euro, was einem KGV von 11,5 entspräche. Wenn ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 angemessen ist, müsste der Kurs im Jahr 2014 auf 30 Euro steigen. Anleger sollten die Aktie demnach mit einem Kursziel von 27 Euro und einem Stoppkurs bei 19,80 Euro kaufen.


Fuchs Kapitalanlagen: Hohe Ziele, hohe Chancen

STADA Arzneimittel ist bei strategischen Investoren gefragt, schließlich ist das Unternehmen der weltweit sechstgrößte Hersteller von Nachahmer-Medikamenten. Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erinnern allerdings auch daran, dass STADA schon seit geraumer Zeit als Übernahmekandidat gilt. Die Verschuldung von 1,3 Milliarden Euro ist aber unangemessen hoch. Grundsätzlich ist die Geschäftsentwicklung gut, doch immer wieder gibt es negative Sondereffekte. Zuletzt bezahlten Kunden in Serbien ihre Rechnungen nicht. Im dritten Quartal 2012 wird außerdem ein außerordentlicher Aufwand von 16 Millionen Euro für die Schließung von zwei russischen Fabriken verbucht. Der Vorstand investiert in neue Märkte und möchte gleichzeitig sparen. Ein großer Pluspunkt: Das Unternehmen baut das Geschäft mit Generika in den Schwellenländern beständig aus. In Russland und in Südosteuropa ist die Gesellschaft stark vertreten. Wichtig sind auch die Absatzmärkte in Spanien und Italien. Der Börsenwert von STADA ist deutlich niedriger als der Jahresumsatz, dabei sind bei jüngsten Akquisitionen auf dem Generika-Markt ein Mehrfaches der Jahresumsätze bezahlt worden. Wenn das Management die eigenen Ziele erreicht (im Jahr 2014 soll der Umsatz um 25 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro steigen und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn um 880 Prozent auf 215 Millionen Euro) oder wenn STADA ein Übernahmeangebot erhält, kann sich der Aktienkurs bestenfalls verdoppeln. Risikobereite Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 29,34 Euro und einem Stopp-Loss bei 20,20 Euro kaufen.

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