- DER AKTIONÄR

Die fantastischen Zwei

Der asiatische Raum wird von den Börsianern mehr und mehr entdeckt. Insbesondere China und Indien bieten Anlegern eine einmalige Chance, die man nicht verpassen sollte - DER AKTIONÄR nennt seine Favoriten.

Der asiatische Raum wird von den Börsianern mehr und mehr entdeckt. Insbesondere China und Indien bieten Anlegern eine einmalige Chance, die man nicht verpassen sollte - DER AKTIONÄR nennt seine Favoriten.

Von Andreas Deutsch

Jahrelang verfeindet, kommen sich China und Indien immer näher. Vor kurzem unterzeichneten die beiden Staaten mehrere Abkommen, mit denen die wirtschaftliche Zusammenarbeit intensiviert werden soll. Damit werden China und Indien noch stärker. Die Entwicklung der beiden Boom-Nationen sollten Anleger auf keinen Fall verpassen.

Die Favoriten

Für reichlich Kursfantasie sorgt auch die jüngste Aufwertung des Yuan. Seit 1994 war die chinesische Währung fest an den Dollar gebunden. Experten gehen davon aus, dass schon bald die völlige Freigabe des Yuan erfolgt und chinesische Aktien für die Anleger noch attraktiver werden.

Bereits jetzt absolut kaufenswert ist Tom Online. Die Hongkonger Firma bietet unter anderem Klingeltöne, Online- sowie Handygames und SMS-Dienste an. Ein lohnendes Geschäft, wie die starken Wachstumsraten von Tom Online beweisen: In diesem Jahr wird das Unternehmen voraussichtlich umgerechnet 33,6 Millionen Euro verdienen; 2006 dürfte der Gewinn um 50 Prozent auf 50,4 Millionen Euro steigen. Damit ergibt sich ein 2006er-KGV von nur 12 - was angesichts des starken Gewinnwachstums sehr günstig ist.

Ebenfalls ein Kauf ist Air China. Experten erwarten, dass China schon bald zur führenden Drehscheibe im Passagierverkehr wird. Einen Wachstumsschub erhält Air China unter anderem durch die Olympischen Spiele 2008 in Peking und die Weltausstellung 2010 in Shanghai. Zudem gehört das Unternehmen mit einem 2006er-KGV von 10 zu den günstigsten Airlines der Welt.

Auch die Aktie von Infosys, die seit der aktionärs-Empfehlung vom Mai 2004 um fast 80 Prozent zugelegt hat, ist weiterhin ein Investment wert. Der zweitgrößte Softwarekonzern Indiens, dem nun auch der Markteintritt in Europa gelang, dürfte noch lange vom Outsourcing-Trend bei den Unternehmen profitieren. Im ersten Quartal (zum 30. Juni) steigerte Infosys den Gewinn um 37 Prozent auf umgerechnet 101 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 36 Prozent auf 394 Millionen Euro.

Anleger, die sich nicht auf einzelne chinesische und indische Aktien festlegen möchten, können entweder ein Zertifikat kaufen (siehe Kästen) oder in einen Fonds investieren: Empfehlenswert sind der Fidelity India Focus Funds (ISIN: LU0197229882) bzw. für China der Invesco GT PRC (IE0003583568).

Seien Sie dabei!

Ob mit einem Fonds, einem Zertifikat oder einer Direktanlage: An China und Indien kommt kein Anleger vorbei. Bei den Einzelwerten haben in den nächsten Monaten Air China, Tom Online und Infosys gute Chancen, besser zu laufen als der Markt.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV