Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Die Commerzbank und ihre Schiffe …

Ist von den großen Problemen der Commerzbank die Rede, fällt häufig das Wort Schiffsfinanzierung. Doch in welchem Maße ist die zweitgrößte deutsche Privatbank in diesem Geschäft wirklich engagiert und welche Art von Schiffen finanzieren die Frankfurter?

Für Reedereien ist es derzeit wirklich nicht leicht. Zwar zeigt sich die Weltkonjunktur trotz zahlreicher Störfeuer - allen voran den Folgen der europäischen Schuldenkrise - noch relativ robust, die Frachtraten verharren allerdings weiter auf niedrigem Niveau. Hauptgrund hierfür ist die Tatsache, dass es einfach zu viele Frachtschiffe gibt und daher Überkapazitäten bestehen. Den Schifffahrtsunternehmen macht das natürlich zu schaffen. So stark, dass auch viele Kredite nicht mehr bedient werden können. Darunter leiden auch die Kreditgeber wie etwa die Commerzbank. Der DAX-Konzern hat bereits ungewöhnliche Maßnahmen eingeleitet, um seine Abschreibungen auf das Portfolio an Schiffskrediten niedrig zuhalten.

Die weltweite Nummer 2

Derzeit ist die Commerzbank mit ausstehenden Krediten von 18 Milliarden Euro der weltweit zweitgrößte Schiffsfinanzierer. Mehr als ein Drittel des Portfolios steckt in Darlehen für Güterschiffe. Knapp 25 Prozent machen Finanzierungen für Tanker aus, 20 Prozent entfallen auf Schüttgut-Schiffe (genutzt für den Transport von Stahl, Kohle oder auch Getreide). Der Rest des Portfolios sind Kredite für Kreuzfahrtschiffe, Offshore- oder andere Spezialschiffe.

Unattraktive Aktie

Neben den Problemen bei den Schiffskrediten hat die Commerzbank auch in einigen anderen bedeutenden Sparten Probleme. Zudem hat das Management in den vergangenen Jahren viel vertrauen verspielt und die Aktie im Branchenvergleich deutlich zu hoch bewertet. Anleger sollten den DAX-Titel weiterhin meiden.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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