Lanxess
- DER AKTIONÄR

Die Chemie stimmt

Lanxess ist ein Kunstwort und setzt sich aus dem französischen Lancer (in Gang bringen) und dem englischen Success (Erfolg) zusammen. Und genau nach diesem Motto verfährt Axel Heitmann, Chef des Leverkusener Unternehmens: Er hat bereits mehrere Maßnahmen in Gang gesetzt beziehungsweise geplant, um aus Lanxess einen der erfolgreichsten Chemieproduzenten der Welt zu machen. Klappt das Unterfangen, dürfte die Lanxess-Aktie weiter zulegen.

Nach der Komplettsanierung bläst die Leverkusener Lanxess AG zum Angriff auf die Weltspitze.

Lanxess ist ein Kunstwort und setzt sich aus dem französischen Lancer (in Gang bringen) und dem englischen Success (Erfolg) zusammen. Und genau nach diesem Motto verfährt Axel Heitmann, Chef des Leverkusener Unternehmens: Er hat bereits mehrere Maßnahmen in Gang gesetzt beziehungsweise geplant, um aus Lanxess einen der erfolgreichsten Chemieproduzenten der Welt zu machen. Klappt das Unterfangen, dürfte die Lanxess-Aktie weiter zulegen.

Aufholjagd

Wir wollen in die Rolle eines aktiven Players auf dem globalen Chemiemarkt hineinwachsen“, so Heitmann vor wenigen Wochen. „Dafür haben wir in den vergangenen fast zwei Jahren das Fundament gelegt.“ Lanxess steht kurz davor, das bereits vierte Sanierungsprogramm zu beenden. Hiermit verbunden sind auch ein massiver Stellenabbau und der Verkauf von Randgeschäften. Auf diese Weise will der Konzern, der im Januar 2005 von der Bayer AG abgespalten wurde, ab 2009 jährlich 260 Millionen Euro einsparen. In Sachen Profitabilität dürfte Lanxess damit schon bald zur Konkurrenz aufschließen. So soll die operative Rendite vor Sondereinflüssen gemessen am EBITDA im Jahr 2009 den Branchendurchschnitt erreichen. Im vergangenen Jahr verbuchten die Wettbewerber eine Marge von zwölf bis 14 Prozent, während Lanxess 8,1 Prozent erzielte. „Wir werden an der Spitze mitlaufen“, prognostiziert Heitmann. Um dies zu schaffen, will der MDAX-Konzern auch auf Einkaufstour gehen. Im Gespräch sind zum einen kleinere und mittlere Firmen, mit denen Lanxess das Portfolio stärken kann. Zum anderen plant der Konzern den Kauf mittelgroßer Unternehmen, um neue Märkte zu erschließen.

Ölpreis runter, Gewinne rauf

Es gibt noch weitere Gründe, in Lanxess zu investieren. Zum Beispiel der fallende Ölpreis, durch den die Produktion des Chemieunternehmens deutlich günstiger wird. Zuletzt kostete ein Barrel Öl (159 Liter) lediglich 58,52 Dollar und damit so wenig wie seit acht Monaten nicht mehr. Positiv ist zudem, dass Lanxess – trotz des sinkenden Ölpreises – eine Preiserhöhung für mehrere Produkte durchgesetzt hat. Diese Maßnahmen dürften sich schon in den Zahlen für das laufende vierte Quartal widerspiegeln. Auch das Chartbild sieht gut aus: Zuletzt überwand Lanxess den Widerstand bei 35 Euro. Einer Fortsetzung des Aufwärtstrends sind damit charttechnisch keine Grenzen mehr gesetzt.

Zeit zum Einstieg

Obwohl Lanxess seit der Erstempfehlung des AKTIONÄRS vom Februar 2005 stolze 124 Prozent zugelegt hat, ist das Papier mit einem 2007er-KGV von 12 noch günstig. Aus diesem Grund erhöht DER AKTIONÄR sein Kursziel auf 48 Euro. Für risikobereite Anleger, die nach dem Überwinden des letzten Hochs auf schnelle Anschlussgewinne spekulieren, empfiehlt sich der Kauf des Call-Optionsscheins der Commerzbank (ISIN: DE000CZ95372) mit einem Hebel von 4,9.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2006.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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