Singapore Telecom
- DER AKTIONÄR

Die Asien-Connection

Wer in Südostasien telefoniert oder im Internet surft, der dürfte früher oder später auf Singapore Telecommunications stoßen. „SingTel“ ist der unangefochtene Branchenprimus in der Region, ausgenommen China. Dabei bietet der Singapurer Telekom-Allrounder nicht nur eigene Dienste an. Das Staatsunternehmen ist in großem Stil an mehreren Telekoms quer durch Asien beteiligt – und verdient in den rasch wachsenden Schwellenländern kräftig mit.

Singapur ist eines der Drehkreuze Asiens. Auch Singapore Telecommunications glänzt mit weiten Verbindungen.

Wer in Südostasien telefoniert oder im Internet surft, der dürfte früher oder später auf Singapore Telecommunications stoßen. „SingTel“ ist der unangefochtene Branchenprimus in der Region, ausgenommen China. Dabei bietet der Singapurer Telekom-Allrounder nicht nur eigene Dienste an. Das Staatsunternehmen ist in großem Stil an mehreren Telekoms quer durch Asien beteiligt – und verdient in den rasch wachsenden Schwellenländern kräftig mit.

Fruchtbare Beteiligungen

Allein aus der gut 30-prozentigen Beteiligung an der indischen Bharti Airtel, dem größten Mobilfunkbetreiber des Landes, hat SingTel im abgelaufenen Quartal rund vier Millionen Kunden hinzugewonnen. Damit haben die Singapurer im Mobilfunkbereich erstmals die Rekordmarke von 100 Millionen Kunden geknackt. Bharti hat im dritten Vierteljahr den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal saftig erhöht. Für reiche Ernte haben auch SingTels Anteile von 35 Prozent an Indonesiens größtem Mobilfunkanbieter Telekomunikasi Selular gesorgt. Der indonesische Lokalmatador hat den Gewinn im dritten Quartal ebenfalls kräftig gesteigert. Insgesamt haben die Asien-Beteiligungen den Gewinn von SingTel um gut 41 Prozent auf 612 Millionen Dollar gehievt – und damit für ein Gesamtergebnis deutlich über den Analystenerwartungen gesorgt.

Neuer Schwung für Australien

Sorgen bereitet die australische Mobilfunktochter Optus, deren operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im abgelaufenen Vierteljahr gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als neun Prozent gesunken ist. Zu den Ursachen zählen niedrigere Gebühren und weniger Personen als geplant, die vom Festnetz auf Mobiltelefon umgestiegen sind. Jüngsten Meldungen zufolge will SingTel über die Australien-Tochter die örtliche Telekomgesellschaft Commander Communications übernehmen und damit dem schleppenden Geschäft Down Under neuen Schwung geben.

Streuung zahlt sich aus

Die Strategie von Singapore Telecommunications, außer auf den Heimatmarkt auch auf vielversprechende Telekoms in rasch wachsenden asiatischen Schwellenländern zu setzen, geht auf. Dies verschafft der Aktie eine solide Perspektive. Spekulative Anleger mischen dem Depot ein paar Papiere bei.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 51/2006.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV