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Die Alta-native

Wer das Führungsteam der Alta Fides AG kennenlernt, spürt sofort, dass hier keine Bestandsverwalter, sondern Unternehmer mit Visionen agieren. Die Vorstände des Stuttgarter Immobilienkonzerns sind Strategen, die sich ständig auf der Suche nach lukrativen Nischen befinden.

Mit ihrem Geschäftsmodell hebt sich die Alta Fides AG vom Gros der Immobilienfirmen ab. Jetzt steht der nächste Coup unmittelbar bevor.

Wer das Führungsteam der Alta Fides AG kennenlernt, spürt sofort, dass hier keine Bestandsverwalter, sondern Unternehmer mit Visionen agieren. Die Vorstände des Stuttgarter Immobilienkonzerns sind Strategen, die sich ständig auf der Suche nach lukrativen Nischen befinden.

Das Erfolgsrezept

Bisher ruhte das Geschäftsmodell der im Jahr 2000 gegründeten Gesellschaft auf zwei Säulen. Im traditionellen Bereich „Handel und Eigenbestand“ fokussiert sich Alta Fides auf hochwertige Immobilien in besten Lagen Süddeutschlands und Sachsens. Der Eigenbestand soll bis Ende 2008 von derzeit 80.000 auf 150.000 Quadratmeter ausgebaut werden und eine Eigenkapitalrendite von mindestens 20 Prozent abwerfen. Zweites Standbein ist die Sanierung exklusiver, denkmalgeschützter Wohnimmobilien, die in der Regel an vermögende Privatinvestoren veräußert werden. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Möglichkeit einer Sonderabschreibung im Bereich Denkmalschutz. Zuletzt sorgte Alta Fides mit dem Kauf eines Telekom-Grundstücks am Leipziger Augustusplatz für Aufsehen. Dort sollen im Rahmen eines 105-Millionen-Euro- Projekts 38.000 Quadratmeter Wohnfläche entstehen.

Neue Standbeine

Zusätzliche Fantasie erhält die Alta- Fides-Aktie durch zwei neue Geschäftsfelder. Die Tochter Profecto erwirbt Portfolios gekündigter Wohnimmobilienkredite (sogenannte „Non Performing Loans“) zu einem Bruchteil des Nominalbetrages und verwertet sie anschließend in Kooperation mit den einzelnen Schuldnern. Dabei profitiert Profecto sowohl im Einkauf als auch im bundesweiten Vertrieb vom Know-how der Konzernmutter. Bis Ende September soll der erste große Deal mit einem Volumen von 60 Millionen Euro unter Dach und Fach gebracht werden. Darüber hinaus hat das Führungsteam um Norbert Ketterer bereits die nächste Nische entdeckt. In Kürze dürfte Alta Fides die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft bekannt geben, die sich auf innovative Studentenappartements nach dem Vorbild der britischen Unite- Group konzentriert. Nach dem Start in Erlangen und Leipzig ist eine zügige Expansion in weitere deutsche Universitätsstädte geplant. Verantwortlich für die neue Tochter wird Christian Dunkelberg sein, ein erfahrener Immobilienprofi, der seit dem 1. August als COO der Konzernleitung angehört.

Innovativ und günstig

Die geplante Expansion wird sich auch im Unternehmenserfolg niederschlagen. Im laufenden Jahr peilt Alta Fides bei Umsätzen von 60 Millionen Euro einen Gewinn je Aktie von 1,84 Euro an, nach 0,85 Euro im Vorjahr. Für 2008 prognostizieren Analysten einen erneuten Gewinnsprung auf 2,71 Euro je Aktie. Noch hat die Börse das Potenzial der Gesellschaft nicht erkannt – eine Chance für weitsichtige Investoren.

Kursziel bei Alta Fides: 25,00 Euro. Stopp: 13,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2007.

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