Impreglon
- DER AKTIONÄR

Die äußeren Werte

Auch in der Industrie kommt es nicht nur auf die inneren Werte an – vor allem die Beschichtung gewinnt an Bedeutung. Die Dienste der Impreglon AG, Spezialist für die Oberflächenbehandlung, sind sogar in der Ölindustrie gefragt. Dem Oberflächenspezialisten kommt die Rohstoffhausse somit sehr gelegen.

Auf zu neuen Kurshöhen: Dem Oberflächenspezialisten Impreglon kommt die Rohstoffhausse sehr gelegen.

Auch in der Industrie kommt es nicht nur auf die inneren Werte an – vor allem die Beschichtung gewinnt an Bedeutung. Die Dienste der Impreglon AG, Spezialist für die Oberflächenbehandlung, sind sogar in der Ölindustrie gefragt. Hier werden etwa Schutzhülsen für Ölbohrer beschichtet und damit die Gleiteigenschaften verbessert. Wie geschmiert laufen auch die Geschäfte: In den ersten neun Monaten 2007 hat Impreglon die Umsätze übernahmebedingt auf 33 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch der operative Gewinn legte um über 100 Prozent auf fünf Millionen Euro zu. Und die Wachstumsstory geht weiter, wie Firmenchef Henning Claassen im Interview mit dem AKTIONÄR durchblicken lässt.

DER AKTIONÄR: Herr Claassen, wo liegen die Wachstumsperspektiven der Impreglon AG?

HENNING J. CLAASSEN: Die Oberflächentechnik selbst wird Prognosen zufolge sieben bis acht Prozent in den nächsten Jahren wachsen. Aus meiner Sicht ist aufgrund der explodierenden Rohstoffpreise eine noch größere Dynamik zu erwarten. Im Maschinenbausektor und Automotivbereich wird verstärkt versucht, günstigere Materialien einzusetzen und die gewünschten Eigenschaften an der Oberfläche zu konzentrieren. So muss ein Auspuff nicht aus teurem Edelstahl gefertigt werden, sondern er kann aus Aluminium bestehen, welches mit einem speziellen Korrosionsschutz versehen wird.

Neben einem starken anorganischen Wachstum konnte Impreglon auch operativ rund elf Prozent wachsen. Kann dieses Tempo aufrechterhalten werden?

Ich bin für die Zukunft sogar noch optimistischer. Wir verdoppeln derzeit an drei Standorten die Kapazitäten. Ich wäre enttäuscht, wenn wir in den nächsten Jahren organisch nicht über elf Prozent wachsen könnten.

Anfang November haben Sie das Werk in Holland zu 100 Prozent (zuvor 22 Prozent) übernommen. Sind in Zukunft ähnliche Meldungen zu erwarten?

Wir besitzen noch an einigen Impreglon-Werken Minderheitenanteile beziehungsweise haben fremde Mitgesellschafter. Da wir hier Optionen auf die Mehrheit haben, prüfen wir derzeit in weiteren Fällen die Komplettübernahme. Das ist für uns ein spannendes Thema.

Weiterhin ein „Kauf“

Die bereits im Oktober 2006 vom aktionär zu 8,60 Euro empfohlene Aktie hat mittlerweile neue Höchststände erreicht. Aufgrund der attraktiven Charttechnik und zugleich moderaten Bewertung ist das Papier weiterhin ein aussichtsreiches Investment.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 47/2007.

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